Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. 

Im Rahmen der "Frühzeitigen Bürgerbeteiligung" werden folgende Varianten des BP550 vorgestellt:

 

Beide Entwürfe zeigen, dass die einzigartige Gartenlandschaft "platt" gemacht werden soll. Wenn die wenigen Menschen, die das Gartenland kennen und antreten um es zu verteidigen, dann werden ihnen pauschal partikulare Interessen vorgeworfen.
Natur ist nicht alles, aber Alles ist nichts ohne die Natur!

Eine derartige Ignoranz der verantwortlichen Politiker gegenüber der Natur und den Bürgern hat schon einen besonderen Charakter. Für den Bestand von Natur und Gebäuden in dem Planungsgebiet besteht auch eine Führsorge- und Sicherungspflicht, nämlich genau durch diese Politiker und die Verwaltung.

Welche Risken birgt der BP 550 für die Anlieger?


Mit dem Bauplan 550 soll ein Niedermoortorf-Gebiet bebaut werden, das einen sehr hohen  Grundwasserstand
hat (letzten Sommer sind Flurabstände von 0,3 m gemessen worden - Messstelle am Kretenbäskesweg).
Die "Grüne Lunge" liegt bis zum Anstieg an der Abriss- kante zur Klever Straße auf einem gleichen Höhenniveau (Becken). Der Grundwasserspiegel wird überwiegend durch Niederschläge bestimmt. Bei Starkregen steigt der Grundwasser-spiegel sehr schnell an. Er kann zwischen Trocken- und starken Niederschlagsphasen bis zu
einem Meter schwanken.

Interessant für die ältere Bausubstanz (Häuser ohne "weisse Wanne") sind jeweils die Höchststände.
Derzeit wird im Kliedbruch noch Grundwasser, zum Schutz der dort gebauten Häuser, in die Niepkuhlen gepumpt. Dadurch fließt das Grundwasser aus dem Orbroicher Bruch (Bruchgebiet vor Hüls BP 550) in Richtung Kliedbruch.
Ab 2018 sollen die Pumpen abgeschaltet werden. Das wird zu einer Veränderung des Grundwasserspiegels führen.
Es ist mit einem Anstieg im Orbroicher Bruch zu rechnen, also auch in unserem Baugebiet 550.
 

Wie könnte das Szenario in dem Baugebiet 550 aussehen ,
derzeitige Pläne unterstellt?

Aufgrund der Erschließungsmaßnahmen (Kanalisation) und der Hausbauten (Keller, Tiefgaragen) muss über eine länger Bauzeit das Grundwasser in erheblichem Umfang abgepumpt werden. Die Trockenlegung kann die Torfschichten zerstören und deren Speicherwirkung stark einschränken.
Es kann sogar zu irreversiblen Veränderungen der hydrogeologischen Struktur kommen.
In deren Folge sind Absenkungen zu erwarten. Nach Abschluss der Bauphase (kein Abbumpen mehr),  steigt das Grundwasser wieder auf das alte Niveau, wahrscheinlich aber höher.
Urbane Sturzfluten werden durch die hydrogeologischen Veräderungen kaum noch gepuffert.
 

Welches Risiken lassen sich für die bestehende Bausubstanz ableiten?

  • Der Flächendruck der neuen Gebäude führt zu einem Anstieg des Grundwassers über das jetzige Niveau hinaus.
  • Die Absenkungen können zu Setzungsrisssen führen, insbesondere bei Altbauten und bei Anbauten, die anders gegründet sind als die Haupthäuser.
  • Der Anstieg des Grundwassers kann dazu führen, dass heute trockene Keller zu Feuchtgebieten werden, insbesondere dann, wenn sich die Setzungsrisse bis zur Kellersohle ausbreiten.
  • Hohe Sanierungskosten für den nachträglichen Einbau weisser Wannen, sofern technisch überhaupt  realisierbar oder andere Sanierungsmaßnahmen.
    (im Kliedbruch kostet die Sanierung der Keller über 100.000,- € - einhunderttausend- pro Haus)
  • Längere eingeschränkte Bewohn- und Nutzbarkeit der eigenen Immobilie durch Schimmelbildung.
  • Möglicherweise erhebliche finanzielle Vorleistungen bis Schadensersatzregelungen gegen den Verusacher juristisch durchgesetzt werden können.
     

 



Über eine sinnvollere Nutzung der "Grünen Lunge" können Sie auf unseren Seiten mehr erfahren!

So wird Hüls l(i)ebenswerter!
 

 

 

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