Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. 

Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünen Lungen in Krefeld-Hüls

Zweck des Vereins ist das Engagement der Hülser Bürgerinnen und Bürger für ein l(i)ebenswertes Hüls. Dazu zählt u.a. die Vertretung entsprechender Interessen gegenüber der Politik und Verwaltung, insbesondere zum Erhalt der "Grünen Lunge Hüls", womit wir die einzigartige Gartenlandschaft meinen, die sich in dem Bauplanungsgebiet 550 in den letzten 40 Jahren, mit einer einmaligen Artenvielfalt entwickelt hat. Es ist das Geländes zwischen den Straßen Fette Henn / Kretenbäskes Weg / Hinter der Papenburg und Klever Straße. Grüne Lungen sind alle Garten-, Wild- und Brachflächen im Stadtgebiet Krefeld-Hüls, in denen sich eine schützenswerte Flora und Fauna entwickelt hat, die die Lebens- und Wohnqualität verbessern. Wir setzen uns darüber hinaus auch für die Förderung des Natur- und Tierschutzes, der Landschafts- und Kulturpflege und der Verkehrssicherheit ein.

Wir haben einen Traum! Der erzählt von einem ökologisch intakten Ort, in dem die Luft noch rein ist, indem urbane Sturzfluten keine aktuelle Gefahr darstellen, in dem Straßen nicht im Verkehr ersticken und der seinen Charme mit Grünen Lungen bewahrt,  die nicht nur für Vögel und Amphibien und andere Kleintiere ein Refugium bilden, sondern auch gerade den Menschen ermöglichen, sich hier wohl und zuhause zu fühlen. Deshalb haben wir eine Vision entworfen und wollen aus ihr eine konkrete Utopie entwickeln. Mit deren Verwirklichung wollen wir die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Problemlösungen der Gegenwart und Lebensvorstellungen für die Zukunft miteinander verbinden.
Wir setzen mit dieser Vision zum Erhalt dieser einzigartigen Gartenlandschaft einen Gegen-entwurf zu dem Bauplan 550.
Wir sind gegen die Zerstörung dieser artenreichen, innerörtischen Gartenlandschaft und für den Erhalt des letzten nicht überbauten Niedermoortorf-Gebietes mit seinem angrenzenden Biotop. Lassen sie uns die Vision gemeinsam mutig angehen und unterstützen sie uns, wie es derzeit bereits 130 Mitglieder tun.

+++++NEWS+++++

Wir fragen regelmäßig bei den Parteien nach dem Stand der Planungen und nach Ihren Positionen.

Hier ein aktuelleas Statement von der CDU.

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,
nach Rücksprache mit meinem Fraktionskollegen und Sprecher der Bezirksfraktion Hüls, Herrn Timo Kühn, kann ich Ihnen mitteilen, dass seitens der Bezirksfraktion ein weiterer Meinungsaustausch auch mit den bauwilligen Eigentümern stattgefunden hat. Die CDU-Fraktion in der BV Hüls sieht sich weiterhin in ihrer Meinung bestätigt, diese Fläche nicht zu bebauen. Derzeit will man nach der nächsten Kommunalwahl die bisherigen Gartenflächen im Flächennutzungsplan als Gartenland festschreiben und so auch für zukünftige Generationen sichern. Voraussetzung dafür ist natürlich eine entsprechende Mehrheit in den politischen Gremien. Weiterhin ist man davon überzeugt, dass im Bereich Hüls Süd-West ausreichend Potential für den Wohnungsbau vorhanden ist. Aus Sicht der CDU sind hier die anderen Fraktionen in der BV Hüls gefragt, nach vielen Jahren der Blockade umzudenken, wenn man in Hüls nicht in den kommenden Jahren viele Hülser Familien als Bewohner verlieren will, weil diese Bauland im Umland suchen.


Die aktuelle Prioritätenliste sende ich Ihnen anbei mit. Die Projekte im grünen Bereich stehen im Fokus des Handelns der Verwaltung. Dies bedeutet aber nicht, dass andere Projekte nicht mehr beachtet werden.


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Wettingfeld
Stellv. Vorsitzender
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld

Kommentar von Walter Schäfer

Leerstand von 7000 Wohnungsbedarf in Krefeld laut der LEG

Erstaunte Leser der RP bekamen interessante Informationen von der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft NRW – Immobilien) präsentiert. Der Leer-stand in Krefeld soll 7000 Wohnungen umfassen. Zu einem Großteil in City-lage. Vor über einem Jahr wurden Gutachten veröffentlicht,  die in der Stadt Krefeld einen Fehlbedarf von über 6000 Wohnungen prognostizierten.

Dieses Gutachten wurde nie veröffentlicht, weil es mit großer Wahrscheinlichkeit kaum belastbar ist. Haben doch Krefelder Politiker kolportiert, dass bereits die Hälfte eines solchen Bedarfs gravierend sei, was man nicht unbedingt als Qualitätsbeweis dieser Prognose werten kann.

Im Zusammenhang mit den LEG-Zahlen wird klar, dass dem NRW-Gutachten zum Wohnungsbedarf in Krefeld einschließlich des Gutachtens der Deutschen Wirtschaft (Köln) wohl eher zu glauben ist. Da kann man nachlesen, dass der Bedarf deutlich geringer ist und dass der Bedarf an Wohnungen von 2005 – 2020 höher ist als der Bedarf von 2005 bis 2030. Was bedeutet dies?
Im Klartext: Wohnungen die nach 2020 gebaut werden führen zu einem Überhang an Wohnungen bis 2030. Es besteht also gar kein dringender Bedarf an neuen Wohnungen, zumindest nicht in der prognostizierten Größenordnung, auch nicht der halbe Bedarf. Denn alles was heute geplant wird, wird erst in der Periode nach 2020 verfügbar sein. Übrigens nennt der Flächennutzungsplan von Krefeld auch deutlich geringere Bedarfe.

Die LEG hat aber auch auf ein Problem hingewiesen. Viele Wohnungen liegen im Citybereich und müssten saniert werden. Den Eigentümern fehlt aufgrund des geringen Mietniveaus möglicherweise auch das notwendige Kapital. Hier schließt sich der Kreis.

Krefelds Innenstadt lässt es an Attraktivität fehlen. Deshalb sind die Randgebiete von Krefeld auch höher bewertet als die Citylagen (Durchschnitte). Dies ist auch im Vergleich zu anderen Städten ein gegenläufiger Trend.
Es fehlt also ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung der City, über das schon lange diskutiert wird. Bisher sind dabei aber wenige Lösungen sichtbar geworden. Eine attraktive Innenstadt ist der Grundstein für das „Produkt Krefeld“ und Grundlage dafür, dass sich Menschen dafür entscheiden, nach Krefeld zu ziehen oder dort zu bleiben.  Eine attraktive Innenstadt würde zusätzliche Jobs generieren (Krefeld hat eine hohe Arbeitslosigkeit von über 10%) und belebend auf das Geschäftsklima wirken.
Mit der „Schlafsack-Strategie“, die derzeit on vogue ist, wird dieses Problem nicht gelöst.

Stattdessen wird versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen und über Schlüsselzu-weisungen Einnahmen zu generieren. Das ist in keiner Weise nachhaltig.
Wir sind deshalb ausdrücklich der Meinung, den vorhandenen Wohnraum durch geförderte Sanierung attraktiver zu gestalten. Damit müssen keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden und es entstehen in der City keine ungeliebten Quartiere, die billigem Wohnraum oft folgen.

Darum erwarten wir für die Lösung komplexer Zusammenhänge Ideen, Mut für kreative Lösungen und eine Politik, die eben nicht nur auf opportunen Zuwachs setzt, ohne auf Qualität und Nachhaltigkeit für die Stadt Krefeld zu achten.
Wir stehen für ein attraktives Krefeld, ein „liebens- und lebenswertes“ Krefeld.

Herbstzauber – Information und ein Hauch Vision in den Gärten,
die Bürgerinitiative „Lebenswertes Hüls e.V.“ hat eingeladen.

War das der letzte Sommertag? Oder war es bereits der erste Sonntag eines goldenen Herbstes? Jedenfalls meinte es die Sonne an diesem 6.Tag der offenen Gärten in Hüls Grüner Lunge an der Fetten Henn besonders gut. Sie legte ihr warmes Licht auf die mit roten Äpfeln prall behangenen Bäume, Beete und Rabatten. Der Geruch des nahenden Herbstes erhielt durch den Duft von gerösteten Maronen, heißem Glühwein über der Feuerstelle und Kaffee und selbstgebackenem Kuchen noch eine besondere Note.

Zahlreiche Hülserinnen und Hülser waren gekommen, weil sie dieses Kleinod ihres Ortes noch nicht kannten oder weil sie es angesichts der Auseinandersetzungen um den BP 550 lieb gewonnen hatten. Steffen Giesel und Sohn Julius zauberten mit ePiano und Gesang ebenso wie Arvid Hagedorn mit Gitarre in einem der Gärten altbekannte, beschwingte oder auch mal fetzige Melodien in dieses Naturparadies.

Unter einem der ehrwürdigen Wallnussbäume trug die diesjährige Preisträgerin des niederrheinischen Literaturpreises Liesel Willems Gedichte und Geschichten vor. Neben einem Nachbarbaum war ein Tisch mit Holzbrett, Hammer und einem Korb voller Nüsse zum Selberknacken aufgestellt. Gerade noch rechtzeitig bevor die ersten Gäste erschienen, hatte sich ein Eichhörnchen dort selbst bedient.

Im Nachbargarten stellte der Grafiker Günter Donatz Zeichnungen aus, die mit feinen Strichen zum Ausdruck bringen, was die Natur in und um Hüls so einmalig macht. Der Nabu informierte darüber, wie jede und jeder mithelfen kann, Flora und Fauna zu schützen und zu erhalten, zum Beispiel, wie man Fledermauskästen bauen kann und warum es so wichtig ist, diesen Tieren günstige Lebensbedingungen zu bieten. Wieder in einem anderen Garten zeigten und berichteten Imker, warum diese Insekten für das menschliche Leben so wichtig sind.

Das Wichtigste an diesem  besonderen Tag aber waren die Informationen der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls, die deutlich machte, warum es ökologisch, verkehrsmäßig, bautechnisch katastrophal sein würde, wenn dieses Gelände zerstört und zubetoniert würde. Das betonten auch die Besucherinnen und Besucher in zahlreichen Gesprächen immer wieder und machten deutlich, wie wichtig ein solches Gelände für den Ort sei. Aber auch aus anderen Stadtteilen Krefelds waren Gäste erschienen, die meinten, dass ein solches Projekt Modellcharakter auch für andere Orte habe. Alle waren sich einig, dass die Gärten unbedingt erhalten bleiben müssen und dass man sich bereits auf den nächsten Tag der offenen Gärten freue.

Wir danken allen Unterstützern und Besucher, die unseren Tag zu einem Erlebnis haben werden lassen.

Leserbriefe in der regionalen Presse

Es gab in den letzten Wochen viele Leserbriefe zu dem Thema BP550. Sicherlich hat auch nicht jeder Zugriff auf alle regionalen Print-Medien. Die Bewertung der Leserbriefe überlassen wir dem geneigten Leser, aber manches war aus unserer Sicht schon sehr grenzwertig. Heute (01.10.2018) erschien ein Leserbrief von der Bürgerinitiative in der WZ.

Der Brief wurde redaktionell gekürzt. Deshalb veröffentlichen wir ihn hier vollständig.

Leserbrief / Beitrag

 
Leserbrief „Hüls“ / Fam. Schlicker vom 26.09.2018

 

Sehr geehrte Redaktion,

in dem LB von Fam. Schlicker wird geschrieben, dass eine „Handvoll Bauverhinderer“ mit „Polemik“ die Realisierung des BP550 verhindern wollen und über das Eigentum fremder verfügen wollen.

Hierzu möchten wir folgendes anmerken:

Die Urheber dieser Aussagen, sind diejenigen, die gerne verschweigen, dass ein notwendiges Umlageverfahren zu Erschließung des BP550 dazu führt, dass Gartenbesitzer die ihre Gärten behalten möchten „kalt enteignet“ werden.
Mit solchen Aussagen lässt sich aber Stimmung machen.
Wir sind ausdrücklich dafür, dass alle Gartenbesitzer ihr Eigentum, nämlich Gärten behalten!

Zur Erinnerung:

Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Umsetzung des Bauplanes 550 aus mehreren Gründen, nämlich dem Naturschutz, der Verkehrssicherheit und den Risiken aus dem Baugrund als Niedermoortorfgebiet, welches sich für die Anlieger ergibt. Alle Punkte wurden von uns im Rahmen der "frühzeitigen Bürgerbeteiligung" ausführlich dargelegt, mündlich wie schriftlich.

Dass die Verkürzung „Bauverhinderer“ und „Grüne Lungen Verteidiger“ nun auch von Hrn. Butzen (siehe Meldung vom 15.09.2018) bedient wird, ist erschreckend. Für ihn war das wohl nur eine Pflichtveranstaltung, die aus Verfahrensgründen abgehakt werden musste. Offensichtlich hat er nicht wirklich zugehört! Die Rolle unseres Bezirksvorstehers möchten wir nicht kommentieren, zumal Protokollauszüge aus der „Frühzeitigen Bürgerbeteiligung“ zeigen, dass mit einer fragwürdigen, in Passagen falschen Niederschrift die Meinung im Rat einseitig beeinflusst werden soll. Es sind eben nicht die üblichen Anliegerproteste.

Real ist es wohl so, dass Hr. Butzen für diesen Bauplan heute in Hüls nur noch sehr schwer eine Mehrheit organisieren könnte.

Jetzt sollen es andere richten! Nun werden die Verkaufswilligen ins Rennen geschickt und die Argumente werden von diesen stark verkürzt, wie in dem vorliegenden Leserbrief "Hüls".
Weil diese ja (bis auf einzelne Ausnahmen) nicht innerhalb der Planungsgrenzen leben, können sie ja über viele Argumente hinweggehen, denn sie werden nicht betroffen sein. Mit den Folgeproblemen des BP550 haben sie nichts am Hut und das Thema Naturschutz findet ja im Hülser Bruch statt. Dass ein Naturschutzgebiet  und ein Park eine andere Funktionalität haben als ein Gartenland, sollte man eigentlich nicht erklären müssen.

Der Versuch, die Bürgerinitiative auf eine Handvoll Bauverhinderer zu reduzieren, ist ein Schlag ins Gesicht von 125 Mitgliedern. Es ist zudem ein ignorantes Verhalten gegenüber den Organisationen und Mitwirkenden bei unseren Veranstaltungen, die unsere Ziele aktiv unterstützen.

Es ist zudem äußerst befremdlich, dass jetzt über „Fremde“ und „Auswärtige“ in abwertender Weise gesprochen und geschrieben wird.
Jetzt reklamieren ein paar wenige für sich, feststellen zu dürfen, wer ein echter Hülser ist und sich äußern darf!?! Dieses zu bewerten überlassen wir dem geneigten Leser!

Bleibt noch die Suche nach einem Baugrund in Hüls, damit die jungen Hülser nicht den Ort verlassen müssen. Jeder Hülser kennt die Alternativen, die sinnvoller Weise auf der Mittelterrasse und nicht in dem Niedermoortorfgebiet zu finden sind. Das macht das Bauen für viele erschwinglich und nicht nur für wenige Gartenbesitzer.
Den LB-Schreiber war es unbenommen, bereits in den letzten Jahren einen Lückenschluss an der Fetten Henn zu realisieren, ohne BP550. Das wäre dann eine behutsame Innenverdichtung.

Wir hoffen, dass Hr. Butzen sich bald auf die Rolle besinnt, die Hülser Bürger von ihm erwarten, nämlich eine Neutralität im Sinne der Interessenslage aller Beteiligten.

Die Entscheidung bleibt eine politische Entscheidung, für die dann die gewählten Vertreter einstehen müssen.

 

 gez.

Walter Schäfer

(Sprecher des Vorstandes)

Bürgerinitiative "Lebenswertes Hüls e.V."

Fette Henn 29

47839 Krefeld

02151 736448

0171 3865184

www.lebenswertes-huels.de

Wir sind am 16.September 2018 mit einem Stand auf dem Bottermaat vertreten. Er befindet sich in zentraler Lage an der Pizzeria Santa Lucia, gegenüber der Kirche. Als Besonderheit haben wir eine Jungimkerin mit ihrem Kollegen, die einen Demo-Bienenstock mitbringen, anzubieten. Beide haben uns bereits am letzten "Tag der offenen Gärten" mit Informationen rund um "Hüls summt" bereichert.
Hans-Martin Große-Oetringhaus bietet sein neuestes Buch (siehe unten) feil und mit Infoschriften vom NABU und unserem neuen Flyer bieten wir viele Informationen rund um unsere Theme Naturschutz, Vision und BP550.
Ein Besuch lohn also und bringen sie Freunde und Bekannte mit, die sich ebenfalls für die Unterstützung unseres Vereins interessieren.

Wir freuen uns auf regen Besuch und informieren gerne über unsere Aktivitäten.

Auf Spurensuche in Hüls

 

Ein neues Hüls-Buch, in dem auch auf das ökologische Paradies zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg und das Engagement zu seinem Erhalt eingegangen wird.

 

 

Auf Spurensuche in Hüls“ begibt sich der Autor Hans-Martin Große-Oetringhaus in seinem gerade erschienen zweiten Hüls-Buch. Nach „Hüls lieben lernen“ versucht der neue Band aufzuzeigen, wie Hüls zu dem wurde, wie es sich heute zeigt.

 

Um Wurzeln des heutigen Hüls aufzuspüren, führt dieses Buch die Leserinnen und Leser darum zu verschiedenen Orten und lässt sie sowohl in weit zurückliegende Zeiten als auch in die nähere Vergangenheit eintauchen.

Es nimmt sie mit auf Spurensuche in jene Zeiten, als Kuhhirten, Pottbäcker und Weber das Leben in Hüls bestimmten. Oder die Leser können jene aufregenden Ereignisse hautnah miterleben, in denen die 1848er Revolution auch um Hüls keinen Bogen schlug. Aber auch die dunkle Zeit des Nationalsozialismus hat sich im Gedächtnis des Ortes und seiner Bewohnern eingebrannt. Geschichtliche Erfahrungen verbergen sich auch hinter so manchem Straßennamen. Viele stecken voller Geschichten.

 

Was wäre Hüls ohne seine Gärten, die wilden wie die gepflegten? Und was wäre Hüls ohne das Bruch? Oder ohne seine Kunstwerke, jene auf den ersten Blick sichtbaren wie auch die versteckten? All das macht Lust auf mehr.

 

Und genau das möchte dieses Buch: Lust auf mehr Hüls machen. Und es möchte Freude dabei bereiten, bekannte Stellen im Ort neu zu entdecken, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dabei nachzuspüren, wie sich Hüls zu dem entwickelt hat, was und wie es ist: lebens- und liebenswert.

 

Darum geht der Erlös des Buches zur Hälfte an die Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. und zur anderen Hälfte an den Hülser Heimatverein. So ist es naheliegend, dass das Buch auch auf das Gelände zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg eingeht und auf das Engagement zu seinem Erhalt wie überhaupt auf die Bedeutung von wilden wie gepflegten Gärten.

                  

Hans-Martin Große-Oetringhaus  "Auf Spurensuche in Hüls"

IATROS Verlag (Sonnefeld 2018); 228 Seiten, € 19,-; zahlreiche Fotos

ISBN: ISBN 978-3-86963-603-0

WZ - "Krefeld hautnah"

Wichtiger Termin am 17.07.2018 (Dienstag) um 18:30 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Leuther Straße.

Es soll von der Verwaltung ein Statusbericht über den Stand BP550 abgegeben werden.

In der Folgediskussion besteht die Möglichkeit sich zu dem Vorhaben zu äußern und kritische Fragen zu stellen.

Wir bitten deshalb alle Mitglieder sowie Bekannte und Unterstützer, die Sie erreichen und aktivieren können, die Gegnerschaft zu dem Vorhaben durch Teilnahme an der Veranstaltung zu bekunden.

Wir müssen "Flagge zeigen"!

Summende Gärten

Hüls summt. Das war nicht nur ein knackiges Moto für den 5. Tag der Offenen Gärten in dem Naturparadies zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg am vergangenen Sonntag. Denn es stimmte tatsächlich. Inzwischen sind hier nämlich drei Bienenvölker zuhause. Aber an diesem sonnigen Nachmittag schwirrten nicht nur Bienen durch das malerische Gartengelände, sondern auch zahlreiche Hülserinnen und Hülser, die gekommen waren, um diesen verborgenen Flecken von Hüls kennenzulernen und um neueste Informationen über den Bauplan 550 zu bekommen. Der sieht eine Bebauung und Versiegelung und damit eine Zerstörung dieser als Grünen Lunge bekannt gewordenen Gartenlandschaft vor.

Viele waren auch erschienen, um bei Kaffee und Kuchen, Eis und swingender Musik diese besondere Atmosphäre zu genießen. Dabei kamen die etwa 250 Gäste voll auf ihre Kosten. Warum es so schön summte, erklärten eine Imkerin und ihr Kollege. Sie demonstrierten, wie die Bienen ihre wichtige Arbeit verrichten und welche Bedeutung sie für die Bestäubung haben. Und nicht nur sie, auch zahlreiche Insektenarten helfen dabei mit. Für sie wurden verschiedene Insektenhotels im Gelände aufgehängt.

„Ich lebe jetzt seit über 20 Jahren hier“, staunte eine Hülserin, „aber diese Gärten habe ich bis heute nicht gekannt. Die dürfen einfach nicht zerstört werden.“ Und ein anderer Besucher meinte: „Viele Hülser wissen gar nicht, welchen Schatz sie in ihrem Ort haben.“

Auch der NABU war mit einem Stand vertreten und Vertreter von CDU, Grünen/B90 und FDP zeigten Präsenz und wollten das Gelände kennenlernen. Ein Höhepunkt des Nachmittages waren sicherlich die Auftritte des Trio  Les hommes ventrus mit Laier, Dudelsack und Gitarre, deren Klängen sich wundervoll mit dem Rauschen der erhabenen Wallnussbäume über ihnen mischte. Mal zart, mal fetzig, mal swingend, mal frech begeisterten die Songs der Gruppe Plus ein Dioptrien aus dem Blauen Haus mit E-Klavier, Kontrabass, Ukulele und den beiden Sängerinnen Stella Jabben und Anja  Lefen. Bei ihrer letzten Zugabe mit einem Abba-Song konnten  viele mitsummen. Da machten die Gäste den Bienen Konkurrenz. Es stimmte tatsächlich: Hüls summt.

Ihr Auftritt machte bereits ein Stück der Vision der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls deutlich, der ein intensiver Dialog von Natur und Kultur in diesen Gärten vorschwebt. Und wieder einmal stand am Abend dieses wunderbaren Sommertages bei den Besucherinnen und Besuchern fest: „So etwas muss immer möglich sein. Und die Gärten müssen bleiben. Nicht nur für die Bienen. Vor allem auch für die Menschen.“

 

"Hüls summt!" - Dieses Motto hat seinen guten Grund!

Es gibt derzeit einige Sponsoren und Unterstützer/-innen, die helfen das Gartengelände zu besiedeln.
Allerdings nicht durch Häuserbau, sondern durch die Aufstellung von Bienenstöcken.

Damit reagieren wir und unsere Unterstützer auf das Bienen- und Insektensterben, dass durch die Krefelder Entomologen qalifiziert und quantifiziert wurde.
Insbesondere wir, als Hülser, müssen uns damit einer besonderen Verantwortung bewusst sein. Letztlich wurden die Messungen doch in dem umliegenden Naturschutzgebiet durchgeführt.
Das Gartengelände mit seiner Artenvielfalt ist für unsere Insekten- und Vogelwelt ein Eldorado, dass sie so nicht in der umliegenden intensiv betrieben Landwirtschaft vorfinden.

Wir handeln und unterstützen aktiv das Aufstellen der Bienenstöcke und freuen uns über alle Unterstützer!
Aus heutiger Sicht werden wir bis zum Herbst sieben Bienenstöcke in dem Planungsgebiet zählen können. Damit sollte sichergestellt sein, dass wir auch zukünftig "Kamatenhonig" ernten können und die Entwicklung unserer Gartenlandschaft bereichern.

Es sollte uns gelingen, die Hülser für diese Aktionen zu begeistern und damit den Widerstand gegen den Bauplan BP 550 zu stärken.

Geben Sie die Info bitte weiter und helfen Sie mit, das Gartengelände weiter bei den Hülsern bekannt zu machen.

Wir sind gespannt, wann der Initiator des BP550 endlich wahrnimmt, dass es hier nicht darum geht, ob die Verkäufer von Gartengrundstücken in der Mehrheit sind oder nicht, sondern das es mitlerweile ein breites öffentliches Interesse in Hüls gibt, welches für den Erhalt des Gartenlandes ist und gegen den BP550.

 

Wie auf der Hauptversammlung mitgeteilt, sind wir nun ein eingetragener und gemeinnütziger Verein.
Wir haben deshalb ein neues Konto eingerichtet, dass Sie auf unserer Mitgliederseite einsehen können.
Wir bitten zukünftig Spenden und Mitgliedbeiträge auf diese Konto zu überweisen. Vielen Dank!

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
am 23.Mai 2018 im Heinrich Joeppen Haus
mit einem Gastvortrag von Günter Göbels

 

 

Am 23.Mai fand im Heinrich-Joeppen-Haus die Jahresmitgliederversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. statt. Auf ihr ermunterte Gastredner und Garten-Aktivist Günter Göbels zu einer engagierten und  naturnahen Gestaltung von Vorgärten. Vorstandssprecher Walter Schäfer stellte die Aktivitäten des Vereins im zurückliegenden Jahr vor und skizzierte die Pläne für die Zukunft. Die Vision, die der Verein für das Gartengelände zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg hat, beschrieb Hans-Martin Große-Oetringhaus.
Vision für Hüls

Er erinnerte daran, dass gewagte Visionen nur eine Chance haben, wenn man sich durch ihre Größe nicht einschüchtern lässt und sich mutig für sie einsetzt. Aber wie sagte bereits Nelson Mandela: „Things always seem impossible until they are done...“.  Dinge erscheinen unmöglich, bis man sie realisiert hat. „Also fangen wir damit an!“,forderte darum Hans-Martin Große-Oetringhaus und sprach die Hoffnung aus, dass vielleicht eines Tages wahr würde, dass er den Anwesenden von einem Erlebnis berichten könne, dass er in diesen Naturgärten hatte. Und weil es ja eine Vision ist, erzähle er es ihnen einfach an diesem Abend schon:

Um mich herum gelbe Sonnenaugen, orangefarbene Calendula und lila leuchtenden Budleiabüschen, die von Schmetterlingen umgaukelt wurden. Daneben leuchteten rote Tomaten und gold-gelbe Kürbisse und dazwischen Löwenzahn und Dahlien. Ich atmete erleichtert auf. Sie waren immer noch dort. Kein Beton hatte sie verdrängt.

 

Von den Bäumen kam ein Gezwitscher, das die hellen Stimmen der Kinder am anderen Ende der Gärten fast übertönte. Neugierig ging ich auf die Stimmen zu. Sie stammten  von einer Kindergartengruppe, die einen Garten angelegt, Radieschen und Salat angepflanzt und gepflegt hatte und jetzt den Lohn ihrer Arbeit erntete. Dabei war ihnen der eigentliche Lohn, wie ich vermutete, gar nicht bewusst, nämlich dass sie gelernt hatten, mit der Natur umzugehen, das Wachsen der Pflanzen zu begreifen und die Schöpfung zu achten.

 

Gleich nebenan standen Schülerinnen und Schüler um ein Denkmal aus alten jüdischen Grabsteinen. Ihre Geschichtslehrerin berichtete ihnen davon, dass die jüdische Gemeinde einst ihre Verstorbenen hier begraben hatte, dass der Friedhof aufgegeben und verkauft werden musste, dass die Steine zerschlagen und als Bauschutt benutzt wurden, weil die jüdischen Mitbürger und ihre religiösen Gefühle nicht geachtet wurden. Dass die meisten von ihnen verschleppt und umgebracht wurden. Dass nach vielen Jahren die Steine aber wiederentdeckt und an ihre alte Stelle zurückgebracht wurden, wo sie an diese Geschichte erinnern sollen. Hier wurde Geschichtsunterricht nicht als trockene Theorie erlebt, sondern war zum Anfassen. Und das taten die Schülerinnen und Schüler auch. Ich merkte sofort, dass sie zum ersten Mal erfuhren, wie sich hebräische Schriftzeichen mit den Fingerkuppen anfühlen.

„So wie es den Juden in Deutschland und auch hier in Hüls ergangen ist, so etwas darf es nie wieder geben“, meinte eine Schülerin. Die anderen nickten. Und die Lehrerin schlug vor, einen Stein auf den Grabstein zu legen. Das sei von je her ein Zeichen dafür, dass jemand hier an den Verstorbenen gedacht hatte.

„Und wir können es auch als Zeichen dafür tun, dass wir aus der Geschichte lernen wollen.“

 

An dem Glashaus, das dem Gewächshaus einer Gärtnerei, die es tatsächlich früher hier einmal genau an dieser Stelle gegeben hatte, sehr ähnlich sah, entdeckte ich einen Aushang mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung in der kommenden Woche. Da wollte man über giftfreies Gärtnern, ökologischen Gemüse- und Obstanbau und gesunde Lebensmittel diskutieren.

 

Ein älterer Herr fegte heruntergefallene Blätter von den Steinen des nahe gelegenen kleinen Atriums. Am Abend würde hier eine Veranstaltung stattfinden, auf der Geschichten über Hüls vorgetragen werden sollten. Einige junge Leute aus der Nachbarschaft hatten versprochen, ihre Gitarren mitzubringen und zwischendurch neue und alte Lieder zu spielen. Insgeheim hoffte ich, dass auch „Die Gedanken sind frei“ in ihrem Repertoire sein würde. Denn freie Gedanken braucht man für Visionen.

Mit Rindenmulch gegen den rutschigen Untergrund

Es war immer eine rutschige Angelegenheit nach Regentagen das Gartengelände zu begehen.

Nun haben wir (die Bürgerinitiative) den Hauptweg mit Rindenmulch ausgefüllt und so die Begehbarkeit deutlich verbessert. Selbst nach mehreren Tagen Regenwetter kann man unbesorgt seinen Garten ansteuern. Auch am Tag der offenen Gärten war es angenehm den Besuchern einen sicheren Pfad anbieten zu können.
Übrigens, die Bürgerinitiative wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt. Wir werden in Zukunft noch deutlich mehr für ein lebenswerte Hüls tun können.

Ordentliche Jahresversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls
am 23. Mai 2018 im Heinrich-Joeppen-Haus (KR_Hüls) um 19:00 Uhr.

Die Versammlung wird eröffnet mit einem Vortrag des Hobbygärtners Günter Göbels,
mit dem Thema "Mein Vorgarten gegen das Artensterben".
Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Natürlich informieren wir auch über Neuigkeiten
zum BP 550 und unsere Vision.
 

Die Einladungen mit der Tagesordnung wurden per Email oder Posteinwurf zugestellt.

Nachbarschaftshilfe mit der Kettensäge

Ein Sturm hat im Herbst 2017 hat diese Weide im Gartengelände gelegt. Eine gefährliche Schieflage für die betroffenen Gartenbesitzer. Damit die Gefahr beseitigt wird, haben sich Nachbarn der Sicherung des Geländes angenommen. Mit viel Geschick wurde die Weide gelegt und zersägt. Zurück blieb viel Holz und glückliche Gartenbesitzer, die Ihre Gärten wieder ohne Bedenken betreten konnten.

 

 

Ein Wintertraum bei Frühlingswetter

 

Am zurückliegenden Sonntag waren die Vorboten des Frühlings zu spüren. Dabei hatte die Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls zum Wintertraum ins Heinrich-Joeppen-Haus einladen. Bereits bei der Planung aber war zu ahnen, dass die Gärten der Grünen Lunge Hüls zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg nicht von Schnee und Eis verzaubert sein könnten. Man war einfach ein paar Tage zu spät. Darum hatten die Aktivisten der BI vorsorglich in jenen Tagen, an denen die Gärten in einen Wintertraum verwandelt worden waren,
reichlich Fotos gemacht, die jetzt beim dritten Tag der offenen Gärten gezeigt wurden,
um die Einmaligkeit dieses Geländes für alle erlebbar zu machen.

 

Etwa 50 Hülserinnen und Hülser waren erschienen, um sich über den aktuellen Stand des Bebauungsplanes 550 informieren zu lassen. Bei Kaffee und Kuchen ging das natürlich besonders gut. Einige der Besucher brachten auch Ideen zu weiteren Initiativen für ein lebenswertes Hüls mit.

 

Besonderer Höhepunkt des Nachmittages war die Premiere der ganz neuen Musikgruppe
Plus ein Dioptrien“ aus dem Blauen Haus. Auf die Frage, ob das, was sie dem begeisterten Publikum darboten, Jazz, Rock, Swing oder was eigentlich sei, antworteten die beiden Sängerinnen Stella Jabben und Anja Lefen, der Kontrabass- und Ukulele-Spieler Volker Schrills und der Mann am Flügel, Stefan Lefen: „Etwas von allem. Auf jeden Fall ist es
etwas, was uns Spaß macht“. Und das machte es den Zuhörerinnen und Zuhören auch.
So verdeutlichten die vier bereits, was die Vision der Bürgerinitiative auch beinhaltet:
Natur und Kultur in einen Dialog zu bringen. Denn irgendwann sollte es möglich werden,
dass sich Musiker, Künstler und Literaten von den Gärten inspirieren lassen und in ihnen
auch einen Ort der Begegnung finden.

 

Für jene, die dieses Naturparadies noch nicht kannten, wurde eine Führung durch das
Gelände organisiert. Und wieder war das Resümee eindeutig: „Dieses Paradies muss erhalten bleiben und darf nicht zugebaut und versiegelt werden.“ Eindringlich drückte das auch ein vorgetragenes Gedicht von Eugen Roth aus, das mit dem Vers endet:


 

„Drum wollt ihr nicht zugrunde gehen,

lasst noch ein bisschen Wildnis stehn!“

 

     Die Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls setzt sich dafür ein, um dieses ökologisch wertvolle Gelände für Hüls zu erhalten.

Januar 2018 - Bezirksvertretung von Hüls und der Krefelder Rat beschließen eine Veränderungssperre zum BP 550 (Vorlagen sie Anhänge als PDF-Dateien)

Um einen Bebauungsplan entwickeln zu können, hat das Bauamt eine Veränderungssperre für das Plangebiet des BP 550 beantragt. Dieser hat sowohl die Bezirksvertretung Hüls als auch der Rat der Stadt Krefeld zugestimmt.

Begründet wurde diese Sperre mit einer nicht länger aufschiebbaren Bauvoranfrage bezüglich eines Grundstückes "Hinter der Papenburg". Dieses Grundstück wird entsprechend den letzten bekannten Entwürfen als Zufahrt zu dem Gartengelände benötigt. Es ist wohl Gepflogenheit, dass die Planungsgrundlagen zu Bauplanverfahren gemeinsam von allen politischen Parteien getragen werden.

Im Rahmen der letzten Bezirksvertreter-Versammlung erklärte die CDU ausdrücklich auch weiterhin jegliche Bebauung des Geländes abzulehnen. Die Grünen/B90 erklärten ebenfalls ihre bisherige Position weiter zu vertreten.
Die Auslassungen des Bauamtes, vertreten durch Hrn. Hudde, zu dem weiteren Zeitrahmen lassen den Schluss zu, dass die umfangreichen Gutachten noch einige Zeit bis zur Fertigstellung benötigen. Diese müssten teilweise auch erst noch beauftragt werden. Die Gutachten zur Flora und Fauna erstrecken sich über mindest eine Winter/Frühjahrs-periode, womit ein Abschluss frühestens für Mitte 2019 erwartet wird.
Weiterhin wurde auf begrenzte Kapazitäten bei den planenden Stellen im Bauamt hingewiesen. Es können wohl nur 15 Projekte innerhalb eines Jahres entwickelt werden. Der BP 550 steht derweil wohl nicht auf der Prioritätenliste für das Jahr 2018.
Unser Bezirksvorsteher hat dann auch eine weiteren Idee zur Nutzung des Geländes präsentiert. Er regte ein genossenschaftliches Wohnprojekt an. Eine Resonanz auf seinen Vorschlag war nicht erkennbar!
 

Fazit: Der BP 550 ist weiterhin ein konkretes Projekt und somit eine akute Gefahr für das Gartenland.
Wir müssen uns weiterhin aktiv gegen dessen Realisierung und für die Umsetzung unserer Vision engagieren.

02 550 Übersicht VS_1.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

In einem Gespräch mit der Stadträtin Heidi Matthias wurden wir über die Fortführung der Planungen gemäß BP 550 informiert. Das Verfahen läuft weiter und es ist in Kürze die Abfrage der Eigentümer bezüglich Ihrer Verwertungs- bzw. Verkaufsabsichten zu erwarten. Dies sei ein formaler Vorgang im Rahmen des BP 550.

Die Position von B90/Grüne bleibt hiervon unberührt.

Wintertraum - derzeit eine "Weiße Lunge"

Herbstzauber 2017, so lautete das Motto unserer zweiten Veranstaltung "Tag der offenen Gärten" in diesem Jahr. Wir hatten bereits im Sommer einen "Tag der offenen Gärten" und möchten die vier Jahreszeiten in unserer einzigartigen Gartenlandschaft für alle Hülser zum Erlebnis werden lassen. Das nächste Motto wird "Wintertraum" lauten und wir hoffen auf eine schneereiche Landschaft im Januar 2018. Im Mai werden wir dann zum "Frühlingserwachen" einladen.

Wir möchten allen Hülser Bürgern die Möglichkeit geben sich darüber zu informieren,
was mit dem Bauplan 550 vernichtet werden soll.

Herbstzauber 2017 - Impressionen vom "Tag der offenen Gärten" -

(mehr unter "Natur" auf dieser Website)

Aktuelle Krefelder Untersuchung zum Insektensterben
Die Hülser hatten es schon seit langem in ihren Gärten, auf Spaziergängen oder an den Windschutzscheiben ihrer Autos beobachten können: es gibt immer weniger Insekten. Und jetzt ist es auch offiziell und wissenschaftlich bewiesen. Dieser Beweis fand jetzt seinen Niederschlag nicht nur in der hiesigen Lokalpresse. Er machte den Entomologischen Verein Krefeld auch in den überregionalen Medien, im Fernsehen und sogar der internationalen Fachpresse bekannt. Denn der Verein hatte in jahrelanger, mühevoller und zudem ehrenamtlicher Arbeit fliegende Insekten in eigens konstruierten Fallen eingefangen, gezählt, gewogen und dabei festgestellt, dass im Laufe der Jahre die Zahl der Wildbienen, Schwebefliegen und Falter immer mehr abnahm. Genau genommen zählten die Krefelder Hobby-Insektenforscher 2013 ca. 76 Prozent weniger Insekten als 1989 zu Beginn ihrer Untersuchungen. Darum schlugen sie in der Fachpresse Alarm, zumal sie ihre Messungen in Schutzgebieten gemacht hatten. Andernorts, davon kann man ausgehen, wird sich die Situation noch viel dramatischer darstellen.
Infolge des Insektensterbens nahm auch die Vogelpopulation stark ab. Das konnte auch in Hüls hautnah miterlebt werden. Darum setzt sich der Verein Lebenswertes Hüls e.V. (i.G.) für solche Schutzbereiche wie die Gärten zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg ein. Die jetzt veröffentlichten  Zahlen belegen, wie wichtig der Erhalt solcher Naturrefugien ist. Denn zunehmende Versiegelung, eine ökologische Armut in den Monokulturen, wie auch der übermäßige Einsatz von Gülle, Kunstdünger und Pestiziden setzen den Insekten immer mehr zu, verschärfen ihr Massensterben und machen den Erhalt von Lebensbereichen wie die der Gärten der Grünen Lunge zunehmend wichtiger.
Wenn jetzt nichts geschieht, dann ist zu befürchten, dass mit dem Sterben der Insekten die Befruchtung von Nahrungspflanzen ausfällt und dass damit die Basis unserer Ernährung zusammenbricht. Jetzt ist die Politik aufgerufen, endlich gegen diese selbstgemachte und vorhersehbare Katastrophe anzugehen. Aber auch wir können ganz konkret vor Ort dazu beitragen. Zum Beispiel indem wir uns für den Erhalt von Schutzzonen für Flora und Fauna einsetzen. Nicht nur die Insekten werden es uns danken, sondern letzten Endes wir uns selbst.
Hans-Martin Große-Oetringhaus

Die Hülsen sollen der Namensgeber des Ortes Hüls sein. Sie gehören zu den Stechhülsengewächsen und sind auch als Ilex, Stechpalme, Winterbeere, Christdorn oder auch Schradler bekannt.
In dem Gartengelände soll eine sehr alte Hülse stehen, so schrieb Hr. Apts in einem Leserbrief an die Hülser Mitteilungen. Also sind wir auf die Suche gegangen und haben diese prächtige Hülse gefunden. Sie ist prächtig gewachsen und ausgesprochen sehenswert. Die Hülse mit einem Zwillingsstamm ist ca. 12 Meter hoch und kräftig gewachsen. Auffällig ist, dass die Blattränder sowohl glatt als auch spitz und zackig sind. Die Blätter sind fleischig und kräftig grün.
Die roten Beeren haben einen Durchmesser von 5-10 mm.

Diese Besonderheit muss wie viele andere Kulturpflanzen in dem Gartengelände erhalten werden!
 

Wir wollen auch noch weitere Raritäten aus dem Gartenland vorstellen.
Wenn Sie Hinweise auf interessante Beispiele aus Flora und Fauna haben, so bitten wir um Ihre Mitteilung (Geschichte und Bilder).

In den Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017, Nr. 38, sind die Stellungnahmen der Parteien nachzulesen.
Wir geben hier einen kurzen Überblick zu den jeweiligen Positionen, soweit diese uns bekannt sind.

 

CDU   Die CDU bezieht klar Stellung gegen BP 550 und ist klar gegen jegliche Bebauung in dem Gebiet.
          "Die güne Fläche rund um die Fette Henn ist in direkter Ortsnähe einzigartig und verbindert das
          Stadt- und Landleben miteinander".

 

Bündnis '90/Die Grünen      Mit dem jüngsten Schritt entfernt sich die Partei von den Bebauungsplänen
          wie es der BP 550 vorsieht. Die ökologische Bewertung des Gebietes ist die Grundlage für diese
          Entscheidung. Es bleibt jedoch noch der bekundete Wille zu prüfen, ob auf dem ehemaligen
          Gärtnereigelände Mehrfamilienhäuser gebaut werden können.

 

FDP    Die Partei hat (immer) betont die Gutachten als Entscheidungsgrundlage abwarten zu wollen.
          Der Vorstoß von B'90/Die Grünen wird als wahltaktische Entscheidung eingestuft.

 

SPD   Die Partei hält weiter an dem BP 550 fest. Der Vorstoß von B'90/Die Grünen wird als Wahltaktik
          bezeichnet. Es wird weiter verbreitet, in diesem Gelände für junge Familien ökologisch bauen zu
          wollen. Die Rechte der bau- oder verwertwilligen Eigentümer werden als Argument genannt.

 

Parteilose Bezirksvertreter     Hier gibt es ein eindeutiges "Nein" zu jeglicher Bebauung.
          (kein Statement in den Hülser Mitteilungen)

 

Die Partei    Im Rahmen einer Gartenbesichtigung hat sich Herr Jansen (Mitglied des Planungsausschusses
          der Stadt Krefeld) gegen jegliche Bebauung im Rahmen des BP 550 ausgesprochen.

Die vollständigen Statements einzelner Parteien können Sie hier nachlesen. Quelle Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017/38

 


 

Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017 /38: Stellungnahmen der Parteien zum BP 550, bzw. zum Positionswechsel von B'90/Die Grünen
HüMi_vom 22_09_2017_Stellungnahmen_BP_55[...]
PDF-Dokument [851.3 KB]

22.09.2017    Wir haben als Vorstand auf die Stellungnahme von Bündnis 90/Die Grünen geantwortet. Wir sind der Meinung, dass mit diesem Schritt die Grundlage für einen konstruktiven Dialog gegeben ist. Den wollen wir nutzen, um unsere Ziele als Ganzes vermitteln zu können. Wir setzen auf Dialog und wollen die Menschen von unserem Anliegen überzeugen.
 

PB 550 - Willkommen im Kreis der Gartenretter
Brief_22_09_2017_Willkommen_als_Gartenre[...]
PDF-Dokument [559.5 KB]

Anbei die Pressemitteilung der Grünen/Bündnis 90 vom 18.09.2017.

Möglicherweise haben Sie diese Information schon aus der Presse erhalten. Dort ist sie teilweise kommentiert wiedergegeben. Da wir überparteilich sind sollten Sie den Orginaltext kennen.
Was das für den BP 550 bedeutet müssen wir abwarten. Wir freuen uns allerdings, dass sich Teile der verantwortlichen Politiker mit unseren Argumenten auseinander gesetzt haben.
Derzeit ist sind unsere Politiker im Wahlkampfmodus. Weitere Informationen und Positionen anderer Parteien sind sicher erst nach der Wahl zu erwarten.

Das Bauleitverfahren wird damit nicht außen Kraft gesetzt.
Sie sollten Einsprüche, die Ihnen noch auf dem Herzen liegen, bis zum 30.09.2017 bei dem Bauamt einreichen.

Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

Pressemitteilung
Montag, 18.9.2017 – 075/17

 

Grüne werden der Bebauung im

B-Planverfahren 550 „Fette Henn“ in Hüls nicht zustimmen

 

 

Ihre bisherige Haltung zum Bebauungsplan 550 Fette Henn/Hinter der Papenburg haben die Grünen revidiert.


„Unabhängig vom Ergebnis des laufenden Planverfahrens kommt für uns eine Bebauung, wie sie im B-Plan 550 aufgezeigt ist, aus ökologischen Gründen nicht in Frage“,  gibt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Heidi Matthias, bekannt.
 

Bereits im Vorfeld zu der geplanten Innenentwicklung habe es in den eigenen Reihen viele Bedenken und kontroverse Diskussionen gegeben. Jüngste Gespräche mit Fachleuten und Umweltverbänden hätten diese Bedenken und Sorgen weiter verstärkt, so dass die Grünen in ihrer gestrigen Fraktionssitzung die Reißleine zogen und einen einstimmigen Beschluss zur Ablehnung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Bebauungsvarianten fassten.

„Inzwischen ist uns von Umweltfachleuten glaubhaft vermittelt worden, dass eine Bebauung – nach welchen ökologischen Gesichtspunkten sie auch immer erfolgen würde – eine unwiederbringliche Naturzerstörung zur Folge hätte“, so die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Anja Cäsar. „Das können wir unmöglich mittragen.“

Selbst wenn der innen liegende Graben im besagten Gebiet „Fette Henn“ von einer Bebauung ausgenommen würde, so würde doch wertvollster organischer Boden versiegelt und damit auch der Lebensraum für die Pflanzen und Tiere zerstört, die sich dort angesiedelt hätten.
 

Auch die grünen Bezirksvertreter in Hüls, allen voran Günter Föller sind angesichts der neuerlichen Erkenntnisse besorgt und schließen sich der neuen Beurteilung an. „Die Idee, eine Ökosiedlung innerhalb Hüls für alle Generationen entstehen zu lassen, hat nicht zuletzt bei uns die Hoffnung genährt, eine Wohnbebauung auf landwirtschaftlicher Fläche in Hüls Süd/West könne dadurch verhindert werden“, erklärt Günter Föller. „Doch mittlerweile haben wir erkannt, dass der Preis dafür zu hoch ist und CDU, SPD und FDP sich offenbar einig sind, das Baugebiet Hüls Süd West in jedem Fall anzugehen.“ 

 
Nach Ansicht von Ökologen habe das ca. 33.000 qm große von Niedertorfmoor geprägte Gartengelände zwischen Kretenbäskesweg/Klever Str./ Fette Henn ähnliche biologische Qualitäten wie das „Hummelwiese“ genannte Terrain im Inrath, das vor mehr als 12 Jahren gegen den Protest der Grünen zum Wohngebiet entwickelt wurde.

 

Als einzig mögliche Variante an der Fetten Henn komme für sie eine flächensparende Mehrfamilienhausbebauung auf dem Teil der ehemaligen Gärtnerei in Betracht, sofern die Untere Landschaftsbehörde dies im Hinblick auf den Artenschutz der dort vorhandenen Flora und Fauna als unbedenklich einstufe.

 

Die grüne Ratsfraktion plant, am 16. Oktober eine öffentliche Fraktionssitzung zu dem Thema in Hüls abzuhalten.

 

"Frühzeitige Bürgerbeteiligung BP 550" in der Ökumenischen Begegnungsstätte am 12.09.20717

 

Wie bedanken uns bei allen Besuchern der Veranstaltung für die reichen Wortmeldungen. Sie haben alle wichtigen Themen angesprochen und durch Ihre Wortmeldungen deutlich gemacht, dass eine Bebauung gemäß BP 550 V1/V2 nicht akzeptiert wird. Das wurde auch von der Presse so wahrgenommen (siehe Pressemeldungen der WZ, RP und den Hülser Mitteilungen).

Wenn Sie verhindert waren und an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten oder aus Ihrer Sicht noch nicht alles gesagt wurde, dann können Sie bis zum 30.09.2017 immer noch Ihre Bedenken äußern.


Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

 

Jetzt werden von den Fachbereichen die angeforderten Gutachten erstellt und Ihre Einsprüche und Anregungen verarbeitet. Das wird laut dem Fachbereich Stadtplanung ca. 1 Jahr dauern. Auf dieser Basis wird dann eine Bauplanung erstellt oder die Gutachten bestätigen unsere Ansicht und es wird empfohlen des Verfahren einzustellen.

 

Wie auch immer, wir werden weiterhin für unsere Position werben und kämpfen um eine Bebauung abzuwenden.
Wenn Sie Ihre Position deutlich machen wollen, bieten wir Schilder an, mit der Beschriftung BP 550, rot durchgestrichen. Beispiele können Sie den Bildern entnehmen.
Mögliche Größen sind von DIN A4 bis 1400x400 mm möglich, auch eine individuelle Gestaltung
(siehe unten).
Anfragen an 02151 736448.

 

 

Schild 1500 x 500 mm, freie Gestaltung des Hintergrundes. BP 550 mit Schablone aufgespritzt. Schablone vorhanden!

Schilder auf Folie gedruckt, wasserfest vom A4 Format aufwärts bis 570x430 mm (oberes Bild auf dem Foto)

Schild 1400 x 400 mm auf Hartpappe gespritzt, kann aber auch auf alle andere Materialien mittels Schablone aufgebracht werden
(unteres Schild auf dem Foto).

Eine Variante des Protestes gegen den BP 550 zur "Dekoration" im Außenbereich.

Vielen Dank an den Aufsteller!

Impressionen eines herrlichen Sonnentages in der einzigartigen Gartenlandschaft am
"Tag der offenen Gärten"

Die "Frühzeitige Bürgerbeteiligung" für das Bauvorhaben BP550 findet am Dienstag, den 12.09.2017 in der Ökumenischen Begegnungsstätte, Leuther Str. 19, durch sachkundige Mitarbeiter des Fachbereiches Planung statt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr.

Alle Naturfreunde die unsere einzigartige Gartenlandschaft schützen wollen, sollten dies zum Ausdruck bringen.
Die Anlieger des Planungsgebietes sollten Ihre Bedenken vortragen.

PB 550 nicht mit uns!
Dieses Plakat können Sie im A4 Format downloaden (XBP550X)!
 


 

XBP550X
BP550X.pdf
PDF-Dokument [55.0 KB]
BP550 V1
b-plan_550_variante1.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]
BP550 V2
b-plan_550_variante2.pdf
PDF-Dokument [808.1 KB]
23. Mai 2017 Bezirksversammlung

Auf der letzten Bezirksversammlung wurden erste Pläne für die Bebauung vorgestellt und durch die Befürworter eine vorzeitige Bürgerbeteiligung empfohlen. Kommentare der Antragsteller: Die vorgelegten Entwürfe würden den Charakter des Gebietes erhalten und würden den ökologischen Anforderungen gerecht. Weiterhin führte der Bezirksvorsteher aus, dass die Nummer (BP550) für den Bebauungsplan aus den siebziger Jahren stammt, um daraus abzuleiten, dass es nun Zeit wird, endlich zu handeln. Ferner gab es ein klares Statement des Bezirksvorstehers: "Jeder kann, keiner muss bauen." Und er ergänzte, dass Grundstücke Bauunwilliger aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden.  (Anmerk.: siehe auch RP vom 25.05.2017)

 

Kommentar von Walter Schäfer:

PB 550 - Die "schönen" Pläne zeigen nicht, was dafür unwiederbringlich zerstört werden soll!


Unsere Meinung hierzu ist klar: Würden wir über eine Innenstadt-Verdichtung reden, d.h. über das Schließen von Baulücken im erschlossenen Innenstadtbereich als Ersatz von Industriebrachen oder nicht sanierbarer Altbausubstanz, dann wäre das sicherlich eine Diskussion wert. Wir reden allerdings bei der "Grünen Lunge"  über einen nicht erschlossen Bereich, über ein Gebiet, das im Flächen-nutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohngebiet ausgewiesen ist, aber noch komplett erschlossen werden müsste. Es ist auch kein Bauland , wie gerne kolportiert wird.
Zudem wird allein der "Politische Wille" aus einem Niedermoortorf-Gebiet keinen brauchbaren Baugrund machen. Nicht ohne Grund wird eine Bebauung seit den siebziger Jahren nicht aktiv betrieben! Wer die Bebauung angeht, der ignoriert klare Fakten bezüglich des Baugrundes und riskiert Schäden an der vorhandenen Bausubstanz in den angrenzenden Strassen.
Denn die Baumaßnahmen werden unweigerlich zu Veränderungen des sensiblen hydrogeologischen Systems führen. Wenn man ein ökologisch wertvolles und intaktes Gebiet "platt" macht um dort Häuser, Straßen und Kanalisation zu bauen, dann haben die Befürworter der Bebauung wohl eine besondere Auffassung von Ökologie.
Das jetzt schon,
bevor überhaupt Gutachten hierzu vorliegen, sinngemäß geäußert wird, die Entwürfe entsprächen den ökologischen Anforderungen, ist kaum zu verstehen.

  • Die Grüne Lunge ist ein einmaliges ökologisch wertvolles Natur(schutz)gebiet!
  • Die Grüne Lunge ist Gartenland, Erholungsgebiet und Wildfläche als Rückzugsgebiet für viele Tierarten!
  • Die Grüne Lunge überdeckt ein sensibles hydrogeologische System mit Torfschichten und Biotop!
  • Die Grünen Lunge dient als Puffer bei urbanen Sturzfluten.
  • Die Grüne Lunge ist kein Bauland, sondern ein nicht erschlossenes Gebiet, das im Flächennutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohnbaufläche ausgewiesen ist.

Die Bebauung der Grünen Lunge bedeutet:

  • Unwiederbringliche Zerstörung eines wertvollen Naturparks!
  • Veränderung des geologischen System mit dem Risiko von Senkungen!
  • Erhöhung des Grundwasserspiegels durch den Flächendruck der Neubauten!
  • Schäden an vorhandener Bausubstanz durch Senkungen und steigendes Grundwasser!

Die Zörstörung dieses Naturparks wollen wir verhindern!

Der interessierte Leser wird sich nun fragen, was er gegen die Bebauung (BP 550) tun kann.

Wir möchten mit einem Alternativplan die Zerstörung der Grünen Lunge verhindern und in eine Vision eines Hülser Naturparks umwandeln. Ideen hierzu gibt es, und wir werden diese schrittweise auf dieser Seite veröffentlichen! Wir wollen auch mit allen beteiligten Parteien, Vereinen und Organisationen über diese Alternative reden und sind auch auf weitere Anregungungen gespannt. Die Ideen zu Einrichtung von Schul- und Bauerngärten mit einem kleinen Forum als Begegnungsstätte, Lehrpfade und einem Denkmal für den ehemaligen jüdischen Friedhof sind beispielhafte Elemente für die zukünftige Nutzung des Hülser Naturparks. Wir wollen die vorhande Natur belassen bzw. behutsam entwickeln und an den Stellen, die es ermöglichen, durch die genannten Ergänzungen des Naturparks zu einer Einmaligkeit entwickeln.
Sie können uns durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verein unterstützen.
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme über unsere Seite.

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