Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. 

Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünen Lungen in Krefeld-Hüls

Zweck des Vereins ist das Engagement der Hülser Bürgerinnen und Bürger für ein l(i)ebenswertes Hüls. Dazu zählt u.a. die Vertretung entsprechender Interessen gegenüber der Politik und Verwaltung, insbesondere zum Erhalt der "Grünen Lunge Hüls", womit wir die einzigartige Gartenlandschaft meinen, die sich in dem Bauplanungsgebiet 550 in den letzten 40 Jahren, mit einer einmaligen Artenvielfalt entwickelt hat. Es ist das Geländes zwischen den Straßen Fette Henn / Kretenbäskes Weg / Hinter der Papenburg und Klever Straße. Grüne Lungen sind alle Garten-, Wild- und Brachflächen im Stadtgebiet Krefeld-Hüls, in denen sich eine schützenswerte Flora und Fauna entwickelt hat, die die Lebens- und Wohnqualität verbessern. Wir setzen uns darüber hinaus auch für die Förderung des Natur- und Tierschutzes, der Landschafts- und Kulturpflege und der Verkehrssicherheit ein.

Wir haben einen Traum! Der erzählt von einem ökologisch intakten Ort, in dem die Luft noch rein ist, indem urbane Sturzfluten keine aktuelle Gefahr darstellen, in dem Straßen nicht im Verkehr ersticken und der seinen Charme mit Grünen Lungen bewahrt,  die nicht nur für Vögel und Amphibien und andere Kleintiere ein Refugium bilden, sondern auch gerade den Menschen ermöglichen, sich hier wohl und zuhause zu fühlen. Deshalb haben wir eine Vision entworfen und wollen aus ihr eine konkrete Utopie entwickeln. Mit deren Verwirklichung wollen wir die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Problemlösungen der Gegenwart und Lebensvorstellungen für die Zukunft miteinander verbinden.
Wir setzen mit dieser Vision zum Erhalt dieser einzigartigen Gartenlandschaft einen Gegen-entwurf zu dem Bauplan 550.
Wir sind gegen die Zerstörung dieser artenreichen, innerörtischen Gartenlandschaft und für den Erhalt des letzten nicht überbauten Niedermoortorf-Gebietes mit seinem angrenzenden Biotop. Lassen sie uns die Vision gemeinsam mutig angehen und unterstützen sie uns, wie es derzeit bereits 130 Mitglieder tun.

+++++NEWS+++++

Bezirksversammlung vom 28.04.2021 - BP550 vorzeitig beenden, ein Antrag von CDU und Bündnis90/Grüne

 

Zu diesem Thema hat Hr. Walter vom Bauamt vorgetragen.

Es habe eine Befragung der Eigentümer zum Verkauf der Gartengrundstücke gegeben. Diese seien mehrheitlich für einen Verkauf ihrer Grundstücke gewesen.

 

Bezüglich des Projektes gab es folgende Informationen:

 

Es gibt "Artenschutzrechliche Gutachten/Stellungnahmen", die keine besonders schützenswerte Gattungen ergeben haben. Es wurden jedoch ausreichend viele Arten gefunden, die erhebliche Ausgleichsmaßnahmen im Falle einer Bebauung erfordern würden. 

Es gibt ein "Bodenkundliches Gutachten", dass erhebliche Risiken für die Anlieger und die Funktionalität des Bodens feststellt. Insbesondere die Zerstörung der Torflinsen würden ein Risiko 50/50 ausmachen. Dies wurde deshalb ausführlich erläutert. Neben der Trockenlegung durch die Bau- und Erschließungsmaßnahmen wurde auch die Zerstörung der Böden durch schwere Baufahrzeuge genannt. Als mögliche Kompensationsmaßnahme müsste das Grundwasser im Baugebiet über die gesamte Phase der Bauaktivitäten nivelliert werden um Schaden von der vorhanden Bausubstanz/Anlieger abzuwenden. Ein immenser Aufwand.

 

Es fehlen noch folgende Gutachten:

- Entwässerungsgutachten

- Verkehrsgutachten

- Bodenhistorisches Gutachten

- Klimagutachten

 

Er führte aus, dass das Planungsgebiet sehr aufwändig zu entwickeln wäre.
 

Die Beendigung des laufenden Vorhabens aufgrund der vorliegenden Erkenntnissen, hält er für legitim.

Man könne das Vorhaben natürlich auch mit allen Gutachten zu ende führen und dann entscheiden.

 

Die Bezirksversammlung hat mehrheitlich (1 Gegenstimme, SPD nicht anwesend) dafür gestimmt, das Verfahren zu beenden. Dies ist eine Empfehlung an den Rat der Stadt Krefeld.
Nun geht dieser Vorschlag an den Planungsausschuss und dann zur Beschlussfassung an den Rat der Stadt.
Ein gleicher Beschluss wurde auch für das Baugebiet 831, Alte Landstraße, gefasst.

 

Soweit zur Sitzung der Bezirksversammlung in Hüls. Interessant waren die Reaktionen von SPD (auf der Sitzung nicht anwesend) und den verkaufswilligen Gartenbesitzer. 
Die SPD verkündet über die Medien (Print/Digital), dies sei eins der ökologischsten Bauvorhaben und nun gäbe es ja keine Argumente mehr gegen das Vorhaben.
Ähnlich äußerte sich ein Vertreter der verkaufswilligen Eigentümer. Dieser berichtete ebenfalls über die Versammlung, unschlug jedoch völlig die Risikoeinschätzung zum Boden.

 

 

Hierzu nachfolgend ein Kommentar von Walter Schäfer

 

 

 

 

 

Kommentar zu den Stellungnahmen der SPD:
„SPD Hüls: Beide B-Pläne sind „ökologisch Beispielhaft““

Verfasser: Walter Schäfer, 

 

 

Nichts gelernt – nur Sprechblasen-Meister

Die besondere Sicht der SPD auf die Ausführungen des Bauamtes macht fassungslos!
Wie kann man den BP550 als „beispielhaft ökologisch“ darstellen, wenn das Bauamt feststellt, dass umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen aufgrund der „Artenschutzrechtlichen Stellungnahme“ hierzu notwendig sind. Die Artenvielfallt in dem Gartengelände ist sehr hoch, auch wenn es keine Exoten gibt. Das muss reichen, um es mit unseren heutigen Kenntnissen als schutzwürdig zu betrachten.


Viel größer ist jedoch die Ignoranz gegenüber der Aussage des Bauamtes, dass es ein hohes Risiko (50/50) durch den Niedermoortorfboden mit seinen Torflinsen gibt. Die Trockenlegung der Böden in zu erwartenden langen Bauphasen führt zu einer Mineralisierung der Torflagen und hat Bodensenkungen zur Folge. Dieser Effekt wird durch die nachfolgende „Bearbeitung“ des Bodens mit schwerem Baugerät zusätzlich verstärkt. Die resultierenden Bodensenkungen sind ein hohes Risiko für die Bausubstanz der Anlieger. Es wurde sogar von einer notwendigen Grundwasserregulierung über die gesamte Baufläche gesprochen, was einen kaum einschätzbaren Aufwand für die Bauherren bedeuten würde.
Das Bauamt hat die Aufgabe zu prüfen, ob durch Bauvorhaben möglicherweise Dritten Schäden entstehen können. Das hat es getan und die Risiken auf der Bezirks-versammlung ausführlich erklärt. Somit wurde auch der Abbruch des Vorhabens auf Basis heutiger Erkenntnisse als eine legitime Option bezeichnet. Da weitere Gutachten noch ausstehen, würden auch mit Abbruch des Verfahrens unnötige Kosten vermieden. Die Bodensituation wäre auch nach Ablieferung aller Gutachten unverändert und müsste deshalb mit den heutigen Erkenntnissen zur gleichen Bewertung führen.

 

Nun aber zur Ökologie: Der Baugrund ist ein ökologisch wertvolles Gartengelände. Dessen Zerstörung kann auch mit sogenannten Ausgleichsmaßnahmen nicht kompensiert, bestenfalls leicht gemildert werden. Es bliebe bei einer gnadenlosen Zerstörung durch die Erschließungs- und Baumaßnahmen.
Da gibt es nichts schönzureden!
Das aufwendige Bauen in einem Torfgebiet, mit viel Aufwand an Energie und Ressourcen, ist mitnichten ein ökologisch beispielhaftes Vorhaben. Was macht es auch für einen Sinn, Wohnraum mit Risiken für den Bestand zu schaffen, um dann den vorhandenen Wohnraum einer möglichen Sanierung zuzuführen. Keinen!

Am Beispiel der Bückeburg in Hüls kann man die Folgen einer Torfmineralisierung und Instabilität des Bodens leider gut verdeutlichen.

 

Wer für junge Familien bezahlbaren Wohnraum in Hüls schaffen will, der sollte sich auf der Mittelterrasse orientieren. Da sind keine Ausgleichsmaßnahmen zu erwarten und schon gar keine aufwendigen Grundwasserregulierungen, die die ohnehin schon hohen Baupreise weiter in die Höhe treiben.  Am Beispiel des gerade entstehenden Neubaus an der Volksbank lässt sich leicht erkennen, wie schnelles Bauen, ohne Grundwasser und Torf, einfach von statten gehen kann. Wenn die zusätzliche Versiegelung durch Wohnraum schon als dringend erforderlich angesehen wird, dann doch bitte unter belastbaren ökologischen Aspekten und schon gar nicht durch Zerstörung.

Diejenigen, die jetzt eine Verknappung von Bauland als Argument vortragen, sind die gleichen, die das Bauen auf der Mittelterrasse vor einigen Jahren blockiert haben. Es ist schon dreist, wie nun bezüglich der Verknappung versucht wird, anderen eine Schuld zuzuweisen.
Ökologie ist der effiziente Einsatz von Ressourcen bei einer hohen Nachhaltigkeit.
Die Hülser SPD ignoriert die Fakten, Ihre Statements halten keiner Überprüfung stand.

 

Hans-Martin Große-Oetringhaus:

Hüls, die Welt und der Himmel

 

 

 

 

 

(IATROS-Verlag). Sonnefeld 2021,

ISBN 978-3-86963-235-3

172 Seiten, 30 Farbfotos

Soeben ist ein neues und damit drittes Hüls-Buch von Hans-Martin Große-Oetringhaus erschienen. Diese interessante Neuveröffentlichung wirft einen besonderen, liebevollen wie engagierten literarischen Blick auf Hüls.

 

Das Buch möchte den Leserinnen und Lesern diesen Ort mit seinen historischen wie aktuellen Besonderheiten in Geschichten, Reportagen und Erinnerungen nahebringen: unterhaltsam, spannend, engagiert, informativ, mal faktenreich, mal augenzwinkernd. So ist der dritte Band einer Hüls-Trilogie entstanden. Nach „Hüls lieben lernen“ und
Auf Spurensuche in Hüls“ ist jetzt der dritte Band
Hüls, die Welt und der Himmel“ erschienen.

 

Wer Hüls nicht kennt, dem hilft dieses Buch, sich diesen Ort vertraut zu machen. Wer ihn kennt oder gar hier lebt, dem wird manches vertraut vorkommen. Anderes wird neu sein und man erhält eine bisher unbekannte Perspektive.

 

Die Geschichte wie auch die Gegenwart von Hüls weisen mannigfaltige Verknüpfungen mit der Außenwelt auf. So gab und gibt es viele Impulse und Einflüsse, die von weither in sehr unterschiedlicher Weise auf Hüls wirken. Umgekehrt hat Hüls genauso gut in die Welt gewirkt, auch wenn dies meist kaum beachtet geschah. Darum wird hier auch von vielleicht unwichtigen Dingen berichtet, die von Hüls ausgingen. Aber der Bogen wird noch weiter gespannt und der Blick auch zum Himmel gerichtet, auch wenn es bisweilen „zum Himmel stinkt“.

 

Die einzelnen Texte thematisieren historische wie aktuelle Erfahrungen des Ortes, seine topografischen und ökologischen Besonderheiten und die seiner Bewohner. Viele setzen sich für die Gemeinschaft in unterschiedlichster Form ein, engagieren sich für den Naturerhalt und eine intakte Ökologie, für ein historisches Verständnis und die Integration von Flüchtlingen. In Hüls gab und gibt es viele ausdrucksstarke Charaktere und Besonderheiten, die in diesem Buch einfühlsam und faktenreich zugleich beschrieben werden. Zahlreiche Fotos lassen das Gelesene plastisch werden.

 

Damit möchte das Buch einen positiven und zugleich kritischen Blick auf die eigene Heimat ermöglichen, ihren Bewohnern und Bewohnerinnen einen Perspektivwechsel ermöglichen und ihren Mut stärken, sich auch für den Erhalt einer lebenswerten, ökologisch intakten und Neuem und Fremden offenen und solidarischen Heimat einzusetzen.

 

Vereinsmitglieder wird sicherlich der Text „Ein wildwucherndes Geheimnis entdecken“ besonders interessieren, in dem über den vom Verein gepachteten Garten berichtet wird. „Das gibt es nur in Hüls“ berichtet vom Engagement gegen die Bebauung der Gärten an der Pappelallee. „Die Rache der Erdmännchen“ setzt sich mit dem Erhalt des Bruchs auseinander. So gibt es  neben vielen historischen Geschichten auch manches Aktuelle in dem Band zu entdecken.

Gemeinnützigkeit der Bürgerinitiative "Lebenswertes Hüls e.V."

Aufgrund der im Jahr 2019 beschlossenen Satzungsänderungen wurde vom Finanzamt Krefeld die Gemeinützigkeit des Vereins für folgende Themen anerkannt:


- Förderung des Tierschutz
- Förderung der Landschaftspflege

- Förderung der Kunst und Kultur

- Förderung der Unfallverhütung §52 Abs. Nr. 12 AO

 

Damit ist der finanzielle Einsatz für fast alle satzungsgemäße Ziele förderungswürdig.

Jahresversammlung 2020 der Bürgerinitiative "Lebenswertes Hüls e.V."

 

Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben wir nicht zu einer Jahreshaupt-versammlung eingeladen. Ersatzweise haben wir in Absprache mit dem Amtsgericht Krefeld den Jahresbericht in schriftlicher Form an alle Mitglieder verschickt. Wir wissen, dass damit der Bericht nicht in gewohnter Form kommentiert und diskutiert werden kann. Dies werden wir hoffentlich im Jahr 2021 wieder normal handhaben können. Wir wünschen unseren Mitgliedern auf diesem Weg noch einmal alles Gute für das neue Jahr.
Bleiben Sie gesund!

Frischer Wind in Hüls

 

Die Kommunalwahl in KR-Hüls hat eine neue Konstellation für die Zusammenarbeit in der Bezirksversammlung ergeben. Die CDU, mit Timo Kühn und die Grünen mit Thorsten Hansen, wollen den Bezirk in den nächsten Jahren gemeinsam gestalten. In ihrer  Kooperationsvereinbarung ist festgeschrieben, dass der BP550 beendet werden soll. Ferner soll geprüft werden, ob auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei eine Kita gebaut werden kann. Wir unterstützen diese Art von Lückenschluss an der Fette Henn. Die Beschlüsse hierzu sollten bereits am 18.12.2020 in der Berzirksversammlung eingeleitet werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Termin jedoch ins Jahr 2021 verschoben.

Wir wünschen den neuen Akteuren viel Erfolg!

Die Hülse ist "Baum des Jahres 2021"

Diese heimische Baumart ist in Hüls gut vertreten, ist sie doch auch Namensgeber des Ortes.
Die Hülse gehört zu den Stechhülsengewächsen und ist auch als Ilex, Stechpalme, Winterbeere, Christdorn oder auch Schradler bekannt.
Sie ist übrigens auch in unserem Logo vertreten. Wir können nun hoffen, dass sie uns im Jahr 2021 viel Glück bringt. In den Gärten befindet sich zudem ein über 30 Jahre altes Prachtexemplar.

 

 

 

 

Verkehrswege sichern - Aufräumen und Schnittpflege im Vereinsgarten

 

Die Arbeiten zur Herrichtung des Gartens laufen, allerdings Corona-bedingt auf Sparflamme. Die Sicherung der Verkehrswege rund um den Garten hat dabei Vorrang. Morsche Äste und vertrocknete Fichten müssen zuerst entfernt werden. Auch der Boden hat eine erste Bearbeitung erfahren. Derzeit steht wieder viel Holz zum Schreddern an, da auch die Haselbäume einen Rückschnitt vertragen konnten. Aber es geht vorwärts.

Dank an die eifrigen Helfer.

 

Wasser marsch!

 

Das alte Brunnenrohr in unserem Vereinsgarten wollte nicht mehr. Es hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre wohl völlig zugesetzt. Also musste ein neues Rohr versenkt werden. Nach 2,50 Metern war der Grundwasserspiegel erreicht. Das gesamte Rohr wurde 4,50 Meter tief in den Boden getrieben. Mit Hilfe von Erdbohreren und einem "Plunscher" konnten die Arbeiten an zwei Tagen erledigt werden. Nun ist eine Schwengelpumpe montiert und diese fördert das frische Nass nach Wunsch.
Besonderen Dank an die fleißigen Pumpenbauer
Beate Schumacher und Georg Zimmermann.

 

 

Wenn Sie an dem vollständigen Artikel interessiert sind, dann können Sie sich diesen als PDF-Dokument downloaden.

Der Sonderdruck kann über den Verein bezogen werden.
Über eine Spende würden wir uns freuen.

 

 

Die Geschichte der Gärten - BP550 - von 1826 bis 2020, ein Sonderdruck aus "Die Heimat" von Hans-Martin Große-Oetringhaus
Die Heimat, Gartenartikel HMGO.pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]

Die Bürgerinitiative hat nun in dem Gelände des BP550 einen Garten gepachtet, quasi als Vereinsgelände. Ziel ist die Einrichtung von kleinen Beeten/Gärten, die von Kitas und Grundschulen genutzt werden können. Derzeit wird das seit 15 Jahren brach liegende Gartenland "aufgeräumt". Wir berichten bald weitere Neuigkeiten und erklären Ihnen den nächsten Schritt zur Teilrealisierung unserer Vision.

Tag der offenen Gärten 2020 - leider Corona-Pause

Torfstich
Am 23. und 24. Juni waren Mitarbeiter des ISB ( Institut für Stadtökologie und Bodenschutz) auf dem Gelände des BP550 unterwegs um Bodenproben zweck Kartierung zu ziehen.
Die Kartierung dient der Bodenfunktionsbewertung (Niedermoortorfgebiet). Abgesehen davon, dass viele Garten-besitzer den Zugang zu ihren Gärten nicht ermöglicht haben, konnten wir den Mitarbeitern des ISB bei der Arbeit über die Schultern schauen.
Die Proben wurden jeweils 1 Meter tief gestochen.

Die abgebildete Probe stammt aus dem Garten hinter den Häusern Fette Henn 27/29.

Die Probe zeigt eine ausgeprägte Erdkrume als Vegetationsschicht (bedingt durch die jahrelange Nutzung als Gartenland), darunter eine ebenso stark ausgeprägte mineralisierte Torfschicht und letztlich noch eine intakte Torfschicht. Diese ist in dem kleinen Bild deutlich zu erkennen.
Die Mitarbeiter erklärten die Mineralisierung des Torfes, im mittleren Bereich der Probe, mit dem kontinuierlichen Wasserentzug durch die Vegetation. In den tieferen Lagen wäre sie noch intakt. 
Fazit: Selbst bei den Oberflächenproben (1 Meter tiefe) sind Torflagen nachweisbar. Die Funktionsbewertung der Böden sagt nicht aus über die Risiken durch Torflinsen für die bestehende Bebauung, sondern nur etwas über die Speicherfähigkeit (Funktion) der Böden (Wasseraufnahme). Die genommenen Proben lassen auch nur eine begrenzte Aussage zur Gesamtfläche zu, da viele Gartenbesitzer den Zugang nicht ermöglicht haben.

Es gab zudem noch den Hinweis, dass es sinnvoll wäre, verstärkt Regenwasser über Gräben den Torfschichten zuzuführen (nicht über die Oberfläche). Das ist deshalb auch interessant, weil sich dadurch erhebliche Abwassergebühren einsparen lassen.
Guter Nebeneffekt: Die Speicherfähigkeit der Böden wird erhalten bzw. verbessert.
Nach den erlebten trockenen Jahren 2018/19 also ein sehr sinnvoller Hinweis für die Anlieger. 

 

Gartenbesitzer vermelden, dass in nächster Zeit Bodenuntersuchungen im Gelände des BP550 stattfinden werden. Das man sich mit der Bodenbeschaffenheit beschäftigt ist sicherlich sinnvoll. Für die Anlieger mit Ihren Bestandsgebäuden ist das bestenfalls ein Hinweis auf Risiken. Die Bodenbeschaffenheit unter/an den Bestandsgebäuden kann leider nicht gesichert untersucht werden. Damit bleiben auch alle Risiken bestehen.
Die Baubehörde hat die Aufgabe mögliche Schäden an vorhanden Gebäuden durch entsprechende Maßnahmen/Auflagen zu verhindern.
Das bedeutet bei lebensnaher Betrachtung, dass der BP550 zurückgezogen werden muss. Es gibt kein realistisches Zenario für die Bebauung eines solch großen Areals, ohne die unten beschriebenen Risiken auszuschließen.

Torflinsen – BP 550
Massive Schäden an der Bückeburg in Hüls


Die Bausubstanz des historischen Gebäudes der „Bückeburg“ in der Rektoratsstraße ist, wie die Presse jetzt berichtete und wie jede Hülserin und jeder Hülser selber in Augenschein nehmen kann, in Gefahr.
Im Zusammenhang mit dem BP 550 hat die Bürgerinitiative „Lebenswertes Hüls e.V. immer wieder auf die Risiken der Anlieger, angrenzend an den Baugrund des BP 550
(ca. 30.000 qm) mit dessen Planungsgrenzen und darüber hinaus, hingewiesen. Von den derzeit Verantwortlichen in der Politik wurde das immer abgetan mit dem Hinweis: „Wir wollen die Gutachten abwarten“. So war vor wenigen Monaten noch in der Presse zu lesen, dass es mit dem Vorhaben weitergehe. Worauf diese Einschätzung  beruht, darauf wurde geflissentlich nicht weiter eingegangen, aber Stimmung für das Bauvorhaben gemacht. Dabei wurden die treibenden Kräfte hinter dem BP550 zitiert.

Jetzt zeigt sich, wie hochbrisant und tagesaktuell die Bedenken, die die Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. seit langen geäußert hat, sind. Eine lange Trockenperiode hat bewiesen, was passiert, wenn man die Bodenbeschaffenheit in seinen Planungen nicht berücksichtigt. In dem Niedermoortorfgebiet (Niederterrassen) kommt es nämlich bei Trockenlegung von Torflagen bzw. lokalen Torflinsen zu Absenkungen durch die Mineralisierung des Torfes und die können Gebäude in ihrer Statik erheblich gefährden. Leider trifft es nun auch noch ein äußerst geschichtsträchtiges Gebäude in Hüls, nämlich die Bückeburg (Bericht in der RP vom 26.05.2020). Geschätzte Sanierungskosten für die Stabilisierung der Fundamente und Schließung der Risse in den Wänden: ca. 200 000 - 300 000,- €.
Was sind die Fakten: Die Bückeburg ist das erste Gebäude, dass nach der Abrisskante von der Mittelterrasse am Übergang zur Niederterrasse an der Rektoratsstraße gebaut wurde.

Es wurde wie früher üblich auf Streifenfundamente gesetzt. Wenn nun der Untergrund partiell nachgibt, wird die Statik sofort gefährdet. Und dieser Bereich in dem das Gebäude steht gehört zu einem Niedermoortorfgebiet, was auch die Karten des geologischen Dienstes klar zeigen.

Genau diese Situation liegt im gesamten Baugebiet 550 vor. Denn auch dort gibt es viele Anlieger-Gebäude, die nicht mit einer weißen Wanne bebaut wurden, sondern in traditioneller Art mit Streifenfundamenten. Unsere Befürchtung ist, dass durch die Trockenlegung von Torflinsen, aufgrund der Erschließungs- und langjährigen Baumaßnahmen genau solche Senkungen entstehen wie an der Bückeburg. Dass unsere Annahmen und Aussagen berechtigt waren und sind, zeigt sich nun nicht durch Baumaßnahmen, sondern durch eine lange Trockenperiode. Die gefürchtete Trockenlegung durch Baumaßnahmen wird quasi durch eine lange Trockenperiode simuliert und verifiziert, leider mit bedauernswerten Auswirkungen an der Bückeburg.


Es lassen sich eben geologische Gegebenheiten nicht durch den politischen Willen Einzelner eliminieren.
 

Trotz zahlreicher Hinweise an die für den BP550 Verantwortlichen, beharrten diese weiterhin auf den BP 550. Den Bürgern, die gegen den BP 550 argumentieren, wurde vorgeworfen, dass sie ja nur Partikularinteressen verträten. Nun muss man sich anhand der Ereignisse fragen, wer hier Partikularinteressen vertritt. Sind es die über 100 Anlieger mit Ihrem berechtigten Schutz von Eigentum oder Wohnungen oder sind es die vergleichbar wenigen Eigentümer, die  Ihre Gärten gerne veräußern möchten, aber zu über 90 % von der Gefährdungslage rund um das Baugebiet nicht betroffen sind?

 

Damit die geologischen Hintergründe von allen leicht verstanden werden können, hat der Verein Lebenswertes Hüls eine Animation zusammengestellt. Bei deren Erstellung haben Janina Drinda und bei der musikalischen Untermalung Frau Evelin Becker mit Hr. Dipl. Des. Stefan Hemmers mitgewirkt, denen an dieser Stelle herzlich für ihre Unterstützung gedankt wird.  

Wir hatten übrigens vor, mit der Veröffentlichung der Animation

„Wenn politischer Wille auf Torf baut“ 

auch entsprechende Links von Suchmaschinen anzuzeigen (Torflinsen, Bauschäden usw.). Das hat sich nun auf eine traurige Art und Weise durch die Ereignisse um die Bückeburg erledigt.

Es geht nun nicht mehr um Glauben und politischen Willen, sondern um Fakten.


Bevor Sie dem Link zur Animation folgen, sollten Sie aber unbedingt noch wissen, dass es uns nicht nur um den Baugrund und den Schutz vorhandener Bausubstanz geht, sondern auch in besonderer Weise um den  Aspekt des Naturschutzes in der einmaligen Gartenlandschaft und um die kritische Verkehrssituation rund um das Bebauungsgebiet. Weitere Verkehrslasten sind in den physikalisch gegeben engen Straßen unbedingt zu vermeiden. Darüber können Sie sich gerne auch auf unserer Homepage informieren. Mit Ihrer Mitgliedschaft können Sie uns aktiv unterstützen und das Gelingen unserer Vision fördern.
Über deren Umsetzung in einem eigenen Pachtgarten der Bürgerinitiative werden wir in Kürze berichten. Da werden wir insbesondere ausführlich auf den Naturschutz eingehen und die Verbindung von Gartenlandschaft zu den Hülser Bürgern herstellen.

 

Bleiben Sie dran!                       www.lebenswertes-huels.de

 

Bitte Termin vormerken!

Hauptversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls am 26. Juni 2019
um 19:00 Uhr im Heinrich-Joeppen-Haus, KR-Hüls - nur für Mitglieder -

 

Themen: Bericht des Vorstandes, Bericht des Kassenprüfers, Wahl des Vorstandes, Diverses zur Satzung

Es folgt eine persönliche Einladung per Email bzw. per Post/Einwurf für Mitglieder ohne Email - Adresse

 

Meinung: Leserbrief des Vorstandes an die Hülser Mitteilungen

Das Hülser Schwimmbad in den Händen der Verwaltung!

Im Rahmen unseres „Tag der offen Gärten“, am 05.Mai, haben wir für eine Erweiterung des
Hülser „Naturbades“ mit einer biologischen Wasserreinigung geworben. Besucht wurden wir
von der Gruppe „Rettet das Hülser Meer“. Bei den Gesprächen hat sich sehr schnell herausgestellt,
dass die Ziele sehr ähnlich sind. So wurden wir zu einem Treffen der Gruppe mit Hrn. Schön, dem zuständigen Dezernenten, in die Helios Klinik eingeladen. Anwesend waren auch unser Bezirksvorsteher und der SPD-Vorsitzende von Hüls.

Das Gespräch nutzte Hr. Schön dazu seine Sichtweise zu erläutern und auch klar zu machen, dass er keine Alternative, außer dem von ihm favorisierten konventionellen Ausbau mit chemischer Aufbereitung des Badewassers, verfolgen und akzeptieren wird. Punkt und Ende!

Die Grundlage seines Handels basiere auf dem Gutachten und dies sei eindeutig, man solle ihm glauben. Warum das Gutachten noch nicht veröffentlicht ist und damit der Bürger und die lokalen Politiker aller Parteien die Aussagen nachvollziehen, bzw. selbst bewerten können und nicht „glauben“ müssen, war nicht zu erfahren. Mit einer transparenten Entscheidungsfindung hat dies nichts zu tun.

 

Die Initiative „Rettet das Hülser Meer“ hat in kurzer Zeit über 1000 Unterschriften für den Betrieb des Bades gesammelt und Hrn. Schön übergeben. Das ist ein klares Statement der Bürger und eine tolle Leistung der Initiative.
Es ist aus unserer Sicht wichtig und richtig, dass die Bürger und Politiker bewertete Alternativen zur  weiteren Entscheidungsfindung erhalten, damit die notwendige Akzeptanz durch Bürger und Politik
erreicht wird. Hr. Schön sollte dies für sein zukünftiges Wirken verinnerlichen und überlegen wie der Badebetrieb in Hüls in den nächsten 2 Jahren realisiert werden kann und kein Badeersatzbetrieb mit Transporten in Nachbarbezirke organisiert werden muss.

 

Den vollständigen Brief können Sie unter der Seite "Hülser Schwimmbad" einsehen.
Der nachfolgende Button führt sie auf diese Seite.

SUNDAY FOR FUTURE  - Tag der offenen Gärten
 

Mit diesem Motto, das über dem Eingangsweg zu den Gärten an der Fetten Henn prangte, hatte die Bürgerinitiative „Lebenswertes Hüls e.V.“ am vergangenen Sonntag zu ihrem siebten „Tag der offenen Gärten“
eingeladen. Bereits der Titel machte deutlich, dass es um einen Hülser Beitrag ging, der Zerstörung der Natur und damit dem Klimawandel Einhalt zu gebieten.

 

Das Wetter war mit dem Wechsel von Hagel, Regen und Sonne recht aprilmäßig, die Temperatur zeitweise sogar winterlich. Trotzdem waren wieder Hülserinnen und Hülser in die Gärten gekommen, um deutlich zu machen, dass Klimaschutz und Naturschutz vor Ort beginnen müssen.

Lebhaft wurde darüber diskutiert, wie der BP550 gestoppt und die Gärten, das Bruch und das Hülser Schwimmbad gerettet werden könnten. So wurde zum Beispiel die Idee besprochen, wie Letzteres in seiner ökologischen Wertigkeit durch die Anlage einer biologischen Wasseraufbereitungsanlage noch optimiert werden könnte. Dabei wurde deutlich, dass dieses in Deutschland einmalige Bad in seiner Einzigartigkeit ohne Unterbrechung erhalten bleiben müsste.

Steffen Giesel und Sohn Julius sangen und spielten u.a. altbekannte Volkslieder, die in die wunderbare Atmosphäre der frühlingshaften Gärten besonders gut passten. Hatte Josef von Eichendorff seinerzeit bereits geahnt, wie wichtig der Erhalt der Schöpfung und das Engagement gegen ihre Versiegelung noch sein würden, als er die vorgetragene Strophe schrieb: „Den lieben Gott lass ich nur walten. Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld und Erd' und Himmel will erhalten, hat auch mein' Sach' aufs Best' bestellt."
Allen Gartenbesuchern war bewusst, dass es darum ging, die Erde zu erhalten, auch in Hüls.
Darum:                                            SUNDAY FOR FUTURE

 

Weitere Berichte über unsere Veranstaltungen "Tag der offenen Gärten" finden Sie in der eigenen Rubrik s.o.

Kommentar von Walter Schäfer

Leerstand von 7000 Wohnungsbedarf in Krefeld laut der LEG

Erstaunte Leser der RP bekamen interessante Informationen von der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft NRW – Immobilien) präsentiert. Der Leer-stand in Krefeld soll 7000 Wohnungen umfassen. Zu einem Großteil in City-lage. Vor über einem Jahr wurden Gutachten veröffentlicht,  die in der Stadt Krefeld einen Fehlbedarf von über 6000 Wohnungen prognostizierten.

Dieses Gutachten wurde nie veröffentlicht, weil es mit großer Wahrscheinlichkeit kaum belastbar ist. Haben doch Krefelder Politiker kolportiert, dass bereits die Hälfte eines solchen Bedarfs gravierend sei, was man nicht unbedingt als Qualitätsbeweis dieser Prognose werten kann.

Im Zusammenhang mit den LEG-Zahlen wird klar, dass dem NRW-Gutachten zum Wohnungsbedarf in Krefeld einschließlich des Gutachtens der Deutschen Wirtschaft (Köln) wohl eher zu glauben ist. Da kann man nachlesen, dass der Bedarf deutlich geringer ist und dass der Bedarf an Wohnungen von 2005 – 2020 höher ist als der Bedarf von 2005 bis 2030. Was bedeutet dies?
Im Klartext: Wohnungen die nach 2020 gebaut werden führen zu einem Überhang an Wohnungen bis 2030. Es besteht also gar kein dringender Bedarf an neuen Wohnungen, zumindest nicht in der prognostizierten Größenordnung, auch nicht der halbe Bedarf. Denn alles was heute geplant wird, wird erst in der Periode nach 2020 verfügbar sein. Übrigens nennt der Flächennutzungsplan von Krefeld auch deutlich geringere Bedarfe.

Die LEG hat aber auch auf ein Problem hingewiesen. Viele Wohnungen liegen im Citybereich und müssten saniert werden. Den Eigentümern fehlt aufgrund des geringen Mietniveaus möglicherweise auch das notwendige Kapital. Hier schließt sich der Kreis.

Krefelds Innenstadt lässt es an Attraktivität fehlen. Deshalb sind die Randgebiete von Krefeld auch höher bewertet als die Citylagen (Durchschnitte). Dies ist auch im Vergleich zu anderen Städten ein gegenläufiger Trend.
Es fehlt also ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung der City, über das schon lange diskutiert wird. Bisher sind dabei aber wenige Lösungen sichtbar geworden. Eine attraktive Innenstadt ist der Grundstein für das „Produkt Krefeld“ und Grundlage dafür, dass sich Menschen dafür entscheiden, nach Krefeld zu ziehen oder dort zu bleiben.  Eine attraktive Innenstadt würde zusätzliche Jobs generieren (Krefeld hat eine hohe Arbeitslosigkeit von über 10%) und belebend auf das Geschäftsklima wirken.
Mit der „Schlafsack-Strategie“, die derzeit on vogue ist, wird dieses Problem nicht gelöst.

Stattdessen wird versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen und über Schlüsselzu-weisungen Einnahmen zu generieren. Das ist in keiner Weise nachhaltig.
Wir sind deshalb ausdrücklich der Meinung, den vorhandenen Wohnraum durch geförderte Sanierung attraktiver zu gestalten. Damit müssen keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden und es entstehen in der City keine ungeliebten Quartiere, die billigem Wohnraum oft folgen.

Darum erwarten wir für die Lösung komplexer Zusammenhänge Ideen, Mut für kreative Lösungen und eine Politik, die eben nicht nur auf opportunen Zuwachs setzt, ohne auf Qualität und Nachhaltigkeit für die Stadt Krefeld zu achten.
Wir stehen für ein attraktives Krefeld, ein „liebens- und lebenswertes“ Krefeld.

Herbstzauber 2018 – Information und ein Hauch Vision in den Gärten,
die Bürgerinitiative „Lebenswertes Hüls e.V.“ hat eingeladen.

 

Wir danken allen Unterstützern und Besucher, die unseren Tag zu einem Erlebnis haben werden lassen.

Wir sind am 16.September 2018 mit einem Stand auf dem Bottermaat vertreten. 

Hans-Martin Große-Oetringhaus  "Auf Spurensuche in Hüls"

IATROS Verlag (Sonnefeld 2018); 228 Seiten, € 19,-; zahlreiche Fotos

ISBN: ISBN 978-3-86963-603-0

WZ - "Krefeld hautnah"

Wichtiger Termin am 17.07.2018 (Dienstag) um 18:30 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Leuther Straße.

Es soll von der Verwaltung ein Statusbericht über den Stand BP550 abgegeben werden.

In der Folgediskussion besteht die Möglichkeit sich zu dem Vorhaben zu äußern und kritische Fragen zu stellen.

 

Summende Gärten im Juli 2018

 

 

Wie auf der Hauptversammlung mitgeteilt, sind wir nun ein eingetragener und gemeinnütziger Verein.
Wir haben deshalb ein neues Konto eingerichtet, dass Sie auf unserer Mitgliederseite einsehen können.
Wir bitten zukünftig Spenden und Mitgliedbeiträge auf diese Konto zu überweisen. Vielen Dank!

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
am 23.Mai 2018 im Heinrich Joeppen Haus
mit einem Gastvortrag von Günter Göbels

 

 

Am 23.Mai fand im Heinrich-Joeppen-Haus die Jahresmitgliederversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. statt. Auf ihr ermunterte Gastredner und Garten-Aktivist Günter Göbels zu einer engagierten und  naturnahen Gestaltung von Vorgärten. Vorstandssprecher Walter Schäfer stellte die Aktivitäten des Vereins im zurückliegenden Jahr vor und skizzierte die Pläne für die Zukunft. Die Vision, die der Verein für das Gartengelände zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg hat, beschrieb Hans-Martin Große-Oetringhaus.
Vision für Hüls

 

Mit Rindenmulch gegen den rutschigen Untergrund

Es war immer eine rutschige Angelegenheit nach Regentagen das Gartengelände zu begehen.

Nun haben wir (die Bürgerinitiative) den Hauptweg mit Rindenmulch ausgefüllt und so die Begehbarkeit deutlich verbessert. Selbst nach mehreren Tagen Regenwetter kann man unbesorgt seinen Garten ansteuern. Auch am Tag der offenen Gärten war es angenehm den Besuchern einen sicheren Pfad anbieten zu können.
Übrigens, die Bürgerinitiative wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt. Wir werden in Zukunft noch deutlich mehr für ein lebenswerte Hüls tun können.

Ordentliche Jahresversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls
am 23. Mai 2018 im Heinrich-Joeppen-Haus (KR_Hüls) um 19:00 Uhr.

Die Versammlung wird eröffnet mit einem Vortrag des Hobbygärtners Günter Göbels,
mit dem Thema "Mein Vorgarten gegen das Artensterben".
Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Natürlich informieren wir auch über Neuigkeiten
zum BP 550 und unsere Vision.
 

Die Einladungen mit der Tagesordnung wurden per Email oder Posteinwurf zugestellt.

Nachbarschaftshilfe mit der Kettensäge

Ein Sturm hat im Herbst 2017 hat diese Weide im Gartengelände gelegt. Eine gefährliche Schieflage für die betroffenen Gartenbesitzer. Damit die Gefahr beseitigt wird, haben sich Nachbarn der Sicherung des Geländes angenommen. Mit viel Geschick wurde die Weide gelegt und zersägt. Zurück blieb viel Holz und glückliche Gartenbesitzer, die Ihre Gärten wieder ohne Bedenken betreten konnten.

 

 

Ein Wintertraum bei Frühlingswetter im März 2018

 

 

Januar 2018 - Bezirksvertretung von Hüls und der Krefelder Rat beschließen eine Veränderungssperre zum BP 550 (Vorlagen sie Anhänge als PDF-Dateien)

 

02 550 Übersicht VS_1.pdf
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In einem Gespräch mit der Stadträtin Heidi Matthias wurden wir über die Fortführung der Planungen gemäß BP 550 informiert. Das Verfahen läuft weiter und es ist in Kürze die Abfrage der Eigentümer bezüglich Ihrer Verwertungs- bzw. Verkaufsabsichten zu erwarten. Dies sei ein formaler Vorgang im Rahmen des BP 550.

Die Position von B90/Grüne bleibt hiervon unberührt.

Wintertraum - derzeit eine "Weiße Lunge"

Herbstzauber 2017 - Impressionen vom "Tag der offenen Gärten" -

 

Herbstzauber 2017 - Impressionen vom "Tag der offenen Gärten" -

(mehr unter "Natur" auf dieser Website)

Aktuelle Krefelder Untersuchung zum Insektensterben
Die Hülser hatten es schon seit langem in ihren Gärten, auf Spaziergängen oder an den Windschutzscheiben ihrer Autos beobachten können: es gibt immer weniger Insekten. Und jetzt ist es auch offiziell und wissenschaftlich bewiesen. Dieser Beweis fand jetzt seinen Niederschlag nicht nur in der hiesigen Lokalpresse. Er machte den Entomologischen Verein Krefeld auch in den überregionalen Medien, im Fernsehen und sogar der internationalen Fachpresse bekannt. Denn der Verein hatte in jahrelanger, mühevoller und zudem ehrenamtlicher Arbeit fliegende Insekten in eigens konstruierten Fallen eingefangen, gezählt, gewogen und dabei festgestellt, dass im Laufe der Jahre die Zahl der Wildbienen, Schwebefliegen und Falter immer mehr abnahm. Genau genommen zählten die Krefelder Hobby-Insektenforscher 2013 ca. 76 Prozent weniger Insekten als 1989 zu Beginn ihrer Untersuchungen. Darum schlugen sie in der Fachpresse Alarm, zumal sie ihre Messungen in Schutzgebieten gemacht hatten. Andernorts, davon kann man ausgehen, wird sich die Situation noch viel dramatischer darstellen.
Infolge des Insektensterbens nahm auch die Vogelpopulation stark ab. Das konnte auch in Hüls hautnah miterlebt werden. Darum setzt sich der Verein Lebenswertes Hüls e.V. (i.G.) für solche Schutzbereiche wie die Gärten zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg ein. Die jetzt veröffentlichten  Zahlen belegen, wie wichtig der Erhalt solcher Naturrefugien ist. Denn zunehmende Versiegelung, eine ökologische Armut in den Monokulturen, wie auch der übermäßige Einsatz von Gülle, Kunstdünger und Pestiziden setzen den Insekten immer mehr zu, verschärfen ihr Massensterben und machen den Erhalt von Lebensbereichen wie die der Gärten der Grünen Lunge zunehmend wichtiger.
Wenn jetzt nichts geschieht, dann ist zu befürchten, dass mit dem Sterben der Insekten die Befruchtung von Nahrungspflanzen ausfällt und dass damit die Basis unserer Ernährung zusammenbricht. Jetzt ist die Politik aufgerufen, endlich gegen diese selbstgemachte und vorhersehbare Katastrophe anzugehen. Aber auch wir können ganz konkret vor Ort dazu beitragen. Zum Beispiel indem wir uns für den Erhalt von Schutzzonen für Flora und Fauna einsetzen. Nicht nur die Insekten werden es uns danken, sondern letzten Endes wir uns selbst.
Hans-Martin Große-Oetringhaus

Die Hülsen sollen der Namensgeber des Ortes Hüls sein. Sie gehören zu den Stechhülsengewächsen und sind auch als Ilex, Stechpalme, Winterbeere, Christdorn oder auch Schradler bekannt.
In dem Gartengelände soll eine sehr alte Hülse stehen, so schrieb Hr. Apts in einem Leserbrief an die Hülser Mitteilungen. Also sind wir auf die Suche gegangen und haben diese prächtige Hülse gefunden. Sie ist prächtig gewachsen und ausgesprochen sehenswert. Die Hülse mit einem Zwillingsstamm ist ca. 12 Meter hoch und kräftig gewachsen. Auffällig ist, dass die Blattränder sowohl glatt als auch spitz und zackig sind. Die Blätter sind fleischig und kräftig grün.
Die roten Beeren haben einen Durchmesser von 5-10 mm.

Diese Besonderheit muss wie viele andere Kulturpflanzen in dem Gartengelände erhalten werden!
 

Wir wollen auch noch weitere Raritäten aus dem Gartenland vorstellen.
Wenn Sie Hinweise auf interessante Beispiele aus Flora und Fauna haben, so bitten wir um Ihre Mitteilung (Geschichte und Bilder).

Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017 /38: Stellungnahmen der Parteien zum BP 550, bzw. zum Positionswechsel von B'90/Die Grünen
HüMi_vom 22_09_2017_Stellungnahmen_BP_55[...]
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22.09.2017    Wir haben als Vorstand auf die Stellungnahme von Bündnis 90/Die Grünen geantwortet. Wir sind der Meinung, dass mit diesem Schritt die Grundlage für einen konstruktiven Dialog gegeben ist. Den wollen wir nutzen, um unsere Ziele als Ganzes vermitteln zu können. Wir setzen auf Dialog und wollen die Menschen von unserem Anliegen überzeugen.
 

PB 550 - Willkommen im Kreis der Gartenretter
Brief_22_09_2017_Willkommen_als_Gartenre[...]
PDF-Dokument [559.5 KB]

Anbei die Pressemitteilung der Grünen/Bündnis 90 vom 18.09.2017.

Möglicherweise haben Sie diese Information schon aus der Presse erhalten. Dort ist sie teilweise kommentiert wiedergegeben. Da wir überparteilich sind sollten Sie den Orginaltext kennen.
Was das für den BP 550 bedeutet müssen wir abwarten. Wir freuen uns allerdings, dass sich Teile der verantwortlichen Politiker mit unseren Argumenten auseinander gesetzt haben.
Derzeit ist sind unsere Politiker im Wahlkampfmodus. Weitere Informationen und Positionen anderer Parteien sind sicher erst nach der Wahl zu erwarten.

Das Bauleitverfahren wird damit nicht außen Kraft gesetzt.
Sie sollten Einsprüche, die Ihnen noch auf dem Herzen liegen, bis zum 30.09.2017 bei dem Bauamt einreichen.

Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

Pressemitteilung
Montag, 18.9.2017 – 075/17

 

Grüne werden der Bebauung im

B-Planverfahren 550 „Fette Henn“ in Hüls nicht zustimmen

 

 

Ihre bisherige Haltung zum Bebauungsplan 550 Fette Henn/Hinter der Papenburg haben die Grünen revidiert.


„Unabhängig vom Ergebnis des laufenden Planverfahrens kommt für uns eine Bebauung, wie sie im B-Plan 550 aufgezeigt ist, aus ökologischen Gründen nicht in Frage“,  gibt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Heidi Matthias, bekannt.
 

Bereits im Vorfeld zu der geplanten Innenentwicklung habe es in den eigenen Reihen viele Bedenken und kontroverse Diskussionen gegeben. Jüngste Gespräche mit Fachleuten und Umweltverbänden hätten diese Bedenken und Sorgen weiter verstärkt, so dass die Grünen in ihrer gestrigen Fraktionssitzung die Reißleine zogen und einen einstimmigen Beschluss zur Ablehnung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Bebauungsvarianten fassten.

„Inzwischen ist uns von Umweltfachleuten glaubhaft vermittelt worden, dass eine Bebauung – nach welchen ökologischen Gesichtspunkten sie auch immer erfolgen würde – eine unwiederbringliche Naturzerstörung zur Folge hätte“, so die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Anja Cäsar. „Das können wir unmöglich mittragen.“

Selbst wenn der innen liegende Graben im besagten Gebiet „Fette Henn“ von einer Bebauung ausgenommen würde, so würde doch wertvollster organischer Boden versiegelt und damit auch der Lebensraum für die Pflanzen und Tiere zerstört, die sich dort angesiedelt hätten.
 

Auch die grünen Bezirksvertreter in Hüls, allen voran Günter Föller sind angesichts der neuerlichen Erkenntnisse besorgt und schließen sich der neuen Beurteilung an. „Die Idee, eine Ökosiedlung innerhalb Hüls für alle Generationen entstehen zu lassen, hat nicht zuletzt bei uns die Hoffnung genährt, eine Wohnbebauung auf landwirtschaftlicher Fläche in Hüls Süd/West könne dadurch verhindert werden“, erklärt Günter Föller. „Doch mittlerweile haben wir erkannt, dass der Preis dafür zu hoch ist und CDU, SPD und FDP sich offenbar einig sind, das Baugebiet Hüls Süd West in jedem Fall anzugehen.“ 

 
Nach Ansicht von Ökologen habe das ca. 33.000 qm große von Niedertorfmoor geprägte Gartengelände zwischen Kretenbäskesweg/Klever Str./ Fette Henn ähnliche biologische Qualitäten wie das „Hummelwiese“ genannte Terrain im Inrath, das vor mehr als 12 Jahren gegen den Protest der Grünen zum Wohngebiet entwickelt wurde.

 

Als einzig mögliche Variante an der Fetten Henn komme für sie eine flächensparende Mehrfamilienhausbebauung auf dem Teil der ehemaligen Gärtnerei in Betracht, sofern die Untere Landschaftsbehörde dies im Hinblick auf den Artenschutz der dort vorhandenen Flora und Fauna als unbedenklich einstufe.

 

Die grüne Ratsfraktion plant, am 16. Oktober eine öffentliche Fraktionssitzung zu dem Thema in Hüls abzuhalten.

 

"Frühzeitige Bürgerbeteiligung BP 550" in der Ökumenischen Begegnungsstätte am 12.09.20717

 

Wie bedanken uns bei allen Besuchern der Veranstaltung für die reichen Wortmeldungen. Sie haben alle wichtigen Themen angesprochen und durch Ihre Wortmeldungen deutlich gemacht, dass eine Bebauung gemäß BP 550 V1/V2 nicht akzeptiert wird. Das wurde auch von der Presse so wahrgenommen (siehe Pressemeldungen der WZ, RP und den Hülser Mitteilungen).

Wenn Sie verhindert waren und an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten oder aus Ihrer Sicht noch nicht alles gesagt wurde, dann können Sie bis zum 30.09.2017 immer noch Ihre Bedenken äußern.


Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

 

Jetzt werden von den Fachbereichen die angeforderten Gutachten erstellt und Ihre Einsprüche und Anregungen verarbeitet. Das wird laut dem Fachbereich Stadtplanung ca. 1 Jahr dauern. Auf dieser Basis wird dann eine Bauplanung erstellt oder die Gutachten bestätigen unsere Ansicht und es wird empfohlen des Verfahren einzustellen.

 

Wie auch immer, wir werden weiterhin für unsere Position werben und kämpfen um eine Bebauung abzuwenden.
Wenn Sie Ihre Position deutlich machen wollen, bieten wir Schilder an, mit der Beschriftung BP 550, rot durchgestrichen. Beispiele können Sie den Bildern entnehmen.
Mögliche Größen sind von DIN A4 bis 1400x400 mm möglich, auch eine individuelle Gestaltung
(siehe unten).
Anfragen an 02151 736448.

 

 

Schild 1500 x 500 mm, freie Gestaltung des Hintergrundes. BP 550 mit Schablone aufgespritzt. Schablone vorhanden!

Schilder auf Folie gedruckt, wasserfest vom A4 Format aufwärts bis 570x430 mm (oberes Bild auf dem Foto)

Schild 1400 x 400 mm auf Hartpappe gespritzt, kann aber auch auf alle andere Materialien mittels Schablone aufgebracht werden
(unteres Schild auf dem Foto).

Eine Variante des Protestes gegen den BP 550 zur "Dekoration" im Außenbereich.

Vielen Dank an den Aufsteller!

Impressionen eines herrlichen Sonnentages in der einzigartigen Gartenlandschaft am
"Tag der offenen Gärten"

Die "Frühzeitige Bürgerbeteiligung" für das Bauvorhaben BP550 findet am Dienstag, den 12.09.2017 in der Ökumenischen Begegnungsstätte, Leuther Str. 19, durch sachkundige Mitarbeiter des Fachbereiches Planung statt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr.

Alle Naturfreunde die unsere einzigartige Gartenlandschaft schützen wollen, sollten dies zum Ausdruck bringen.
Die Anlieger des Planungsgebietes sollten Ihre Bedenken vortragen.

PB 550 nicht mit uns!
Dieses Plakat können Sie im A4 Format downloaden (XBP550X)!
 


 

XBP550X
BP550X.pdf
PDF-Dokument [55.0 KB]
BP550 V1
b-plan_550_variante1.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]
BP550 V2
b-plan_550_variante2.pdf
PDF-Dokument [808.1 KB]
23. Mai 2017 Bezirksversammlung

Auf der letzten Bezirksversammlung wurden erste Pläne für die Bebauung vorgestellt und durch die Befürworter eine vorzeitige Bürgerbeteiligung empfohlen. Kommentare der Antragsteller: Die vorgelegten Entwürfe würden den Charakter des Gebietes erhalten und würden den ökologischen Anforderungen gerecht. Weiterhin führte der Bezirksvorsteher aus, dass die Nummer (BP550) für den Bebauungsplan aus den siebziger Jahren stammt, um daraus abzuleiten, dass es nun Zeit wird, endlich zu handeln. Ferner gab es ein klares Statement des Bezirksvorstehers: "Jeder kann, keiner muss bauen." Und er ergänzte, dass Grundstücke Bauunwilliger aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden.  (Anmerk.: siehe auch RP vom 25.05.2017)

 

Kommentar von Walter Schäfer:

PB 550 - Die "schönen" Pläne zeigen nicht, was dafür unwiederbringlich zerstört werden soll!


Unsere Meinung hierzu ist klar: Würden wir über eine Innenstadt-Verdichtung reden, d.h. über das Schließen von Baulücken im erschlossenen Innenstadtbereich als Ersatz von Industriebrachen oder nicht sanierbarer Altbausubstanz, dann wäre das sicherlich eine Diskussion wert. Wir reden allerdings bei der "Grünen Lunge"  über einen nicht erschlossen Bereich, über ein Gebiet, das im Flächen-nutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohngebiet ausgewiesen ist, aber noch komplett erschlossen werden müsste. Es ist auch kein Bauland , wie gerne kolportiert wird.
Zudem wird allein der "Politische Wille" aus einem Niedermoortorf-Gebiet keinen brauchbaren Baugrund machen. Nicht ohne Grund wird eine Bebauung seit den siebziger Jahren nicht aktiv betrieben! Wer die Bebauung angeht, der ignoriert klare Fakten bezüglich des Baugrundes und riskiert Schäden an der vorhandenen Bausubstanz in den angrenzenden Strassen.
Denn die Baumaßnahmen werden unweigerlich zu Veränderungen des sensiblen hydrogeologischen Systems führen. Wenn man ein ökologisch wertvolles und intaktes Gebiet "platt" macht um dort Häuser, Straßen und Kanalisation zu bauen, dann haben die Befürworter der Bebauung wohl eine besondere Auffassung von Ökologie.
Das jetzt schon,
bevor überhaupt Gutachten hierzu vorliegen, sinngemäß geäußert wird, die Entwürfe entsprächen den ökologischen Anforderungen, ist kaum zu verstehen.

  • Die Grüne Lunge ist ein einmaliges ökologisch wertvolles Natur(schutz)gebiet!
  • Die Grüne Lunge ist Gartenland, Erholungsgebiet und Wildfläche als Rückzugsgebiet für viele Tierarten!
  • Die Grüne Lunge überdeckt ein sensibles hydrogeologische System mit Torfschichten und Biotop!
  • Die Grünen Lunge dient als Puffer bei urbanen Sturzfluten.
  • Die Grüne Lunge ist kein Bauland, sondern ein nicht erschlossenes Gebiet, das im Flächennutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohnbaufläche ausgewiesen ist.

Die Bebauung der Grünen Lunge bedeutet:

  • Unwiederbringliche Zerstörung eines wertvollen Naturparks!
  • Veränderung des geologischen System mit dem Risiko von Senkungen!
  • Erhöhung des Grundwasserspiegels durch den Flächendruck der Neubauten!
  • Schäden an vorhandener Bausubstanz durch Senkungen und steigendes Grundwasser!

Die Zörstörung dieses Naturparks wollen wir verhindern!

Der interessierte Leser wird sich nun fragen, was er gegen die Bebauung (BP 550) tun kann.

Wir möchten mit einem Alternativplan die Zerstörung der Grünen Lunge verhindern und in eine Vision eines Hülser Naturparks umwandeln. Ideen hierzu gibt es, und wir werden diese schrittweise auf dieser Seite veröffentlichen! Wir wollen auch mit allen beteiligten Parteien, Vereinen und Organisationen über diese Alternative reden und sind auch auf weitere Anregungungen gespannt. Die Ideen zu Einrichtung von Schul- und Bauerngärten mit einem kleinen Forum als Begegnungsstätte, Lehrpfade und einem Denkmal für den ehemaligen jüdischen Friedhof sind beispielhafte Elemente für die zukünftige Nutzung des Hülser Naturparks. Wir wollen die vorhande Natur belassen bzw. behutsam entwickeln und an den Stellen, die es ermöglichen, durch die genannten Ergänzungen des Naturparks zu einer Einmaligkeit entwickeln.
Sie können uns durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verein unterstützen.
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme über unsere Seite.

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