Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V.
Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V. 

Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünen Lungen in Krefeld-Hüls

Zweck des Vereins ist das Engagement der Hülser Bürgerinnen und Bürger für ein l(i)ebenswertes Hüls. Dazu zählt u.a. die Vertretung entsprechender Interessen gegenüber der Politik und Verwaltung, insbesondere zum Erhalt der "Grünen Lunge Hüls", womit wir die einzigartige Gartenlandschaft meinen, die sich in dem Bauplanungsgebiet 550 in den letzten 40 Jahren, mit einer einmaligen Artenvielfalt entwickelt hat. Es ist das Geländes zwischen den Straßen Fette Henn / Kretenbäskes Weg / Hinter der Papenburg und Klever Straße. Grüne Lungen sind alle Garten-, Wild- und Brachflächen im Stadtgebiet Krefeld-Hüls, in denen sich eine schützenswerte Flora und Fauna entwickelt hat, die die Lebens- und Wohnqualität verbessern. Wir setzen uns darüber hinaus auch für die Förderung des Natur- und Tierschutzes, der Landschafts- und Kulturpflege und der Verkehrssicherheit ein.

Wir haben einen Traum! Der erzählt von einem ökologisch intakten Ort, in dem die Luft noch rein ist, indem urbane Sturzfluten keine aktuelle Gefahr darstellen, in dem Straßen nicht im Verkehr ersticken und der seinen Charme mit Grünen Lungen bewahrt,  die nicht nur für Vögel und Amphibien und andere Kleintiere ein Refugium bilden, sondern auch gerade den Menschen ermöglichen, sich hier wohl und zuhause zu fühlen. Deshalb haben wir eine Vision entworfen und wollen aus ihr eine konkrete Utopie entwickeln. Mit deren Verwirklichung wollen wir die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Problemlösungen der Gegenwart und Lebensvorstellungen für die Zukunft miteinander verbinden.
Wir setzen mit dieser Vision zum Erhalt dieser einzigartigen Gartenlandschaft einen Gegenentwurf zu dem Bauplan 550.
Wir sind gegen die Zerstörung dieser artenreichen, innerörtischen Gartenlandschaft und für den Erhalt des letzten nicht überbauten Niedermoortorf-Gebietes mit seinem angrenzenden Biotop. 
Lassen sie uns die Vision mutig angehen und unterstützen sie uns.

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Wintertraum - derzeit eine "Weiße Lunge"

Herbstzauber 2017, so lautete das Motto unserer zweiten Veranstaltung "Tag der offenen Gärten" in diesem Jahr. Wir hatten bereits im Sommer einen "Tag der offenen Gärten" und möchten die vier Jahreszeiten in unserer einzigartigen Gartenlandschaft für alle Hülser zum Erlebnis werden lassen. Das nächste Motto wird "Wintertraum" lauten und wir hoffen auf eine schneereiche Landschaft im Januar 2018. Im Mai werden wir dann zum "Frühlingserwachen" einladen.

Wir möchten allen Hülser Bürgern die Möglichkeit geben sich darüber zu informieren,
was mit dem Bauplan 550 vernichtet werden soll.

Herbstzauber in der Grünen Lunge

Zum Herbstzauber am Tag der offenen Gärten hatte die Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls am Sonntag den 5.November eingeladen. Und was der Himmel den etwa 70 Besucherinnen und Besuchern hinzauberte, war Herbst pur: warme Sonnenstrahlen, dazwischen Windstöße und ein paar Regentropfen, dann wieder goldenes Herbstlicht. Und wem es zu kühl dabei war, konnte sich am Feuer äußerlich und mit dem, was über dem Feuer in einem großen Kessel dampfte, auch innerlich wärmen. Der Glühwein passte bestens zu den Puffertjes, dem Früchtebrot und den Maronen, die auf einem anderen Kessel schmorten.
Der Zeichner Günter Donatz hatte eigens für die Gärten eine Grafik erstellt und stellte parallel dazu Bilder zu Hüls, zum Bruch und zum Niederrhein aus. Auch der NABU hatte einen Infostand aufgebaut. Vater und Tochter Giesel sangen Oldies, Ohrwürmer und zum Schluss, als sich der kühle Abend bereits bemerkbar machte: „Nun Brüder eine gute Nacht“. Im Wechsel zu ihnen trug Hans-Martin Große-Oetringhaus kurze Gedichte von Christian Morgenstern, Ringelnatz und eigene Texte vor.
Bei allem herbstlichen Genießen aber stand jener Zauber im Vordergrund, den die Naturgärten zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg ausstrahlen. Bei Sonnenschein leuchtete das Laub natürlich besonders warm. Verschiedene Führungen machten die Gärten all jenen bekannt, die sie noch nicht oder nicht im Herbstzauber kennengelernt hatten. Nach den Rundgängen waren sich alle einig, dass es dieses Paradies zu erhalten gilt.

Impressionen vom "Tag der offenen Gärten"   - Herbstzauber 2017 -

Aktuelle Krefelder Untersuchung zum Insektensterben
Die Hülser hatten es schon seit langem in ihren Gärten, auf Spaziergängen oder an den Windschutzscheiben ihrer Autos beobachten können: es gibt immer weniger Insekten. Und jetzt ist es auch offiziell und wissenschaftlich bewiesen. Dieser Beweis fand jetzt seinen Niederschlag nicht nur in der hiesigen Lokalpresse. Er machte den Entomologischen Verein Krefeld auch in den überregionalen Medien, im Fernsehen und sogar der internationalen Fachpresse bekannt. Denn der Verein hatte in jahrelanger, mühevoller und zudem ehrenamtlicher Arbeit fliegende Insekten in eigens konstruierten Fallen eingefangen, gezählt, gewogen und dabei festgestellt, dass im Laufe der Jahre die Zahl der Wildbienen, Schwebefliegen und Falter immer mehr abnahm. Genau genommen zählten die Krefelder Hobby-Insektenforscher 2013 ca. 76 Prozent weniger Insekten als 1989 zu Beginn ihrer Untersuchungen. Darum schlugen sie in der Fachpresse Alarm, zumal sie ihre Messungen in Schutzgebieten gemacht hatten. Andernorts, davon kann man ausgehen, wird sich die Situation noch viel dramatischer darstellen.
Infolge des Insektensterbens nahm auch die Vogelpopulation stark ab. Das konnte auch in Hüls hautnah miterlebt werden. Darum setzt sich der Verein Lebenswertes Hüls e.V. (i.G.) für solche Schutzbereiche wie die Gärten zwischen Fetter Henn und Hinter der Papenburg ein. Die jetzt veröffentlichten  Zahlen belegen, wie wichtig der Erhalt solcher Naturrefugien ist. Denn zunehmende Versiegelung, eine ökologische Armut in den Monokulturen, wie auch der übermäßige Einsatz von Gülle, Kunstdünger und Pestiziden setzen den Insekten immer mehr zu, verschärfen ihr Massensterben und machen den Erhalt von Lebensbereichen wie die der Gärten der Grünen Lunge zunehmend wichtiger.
Wenn jetzt nichts geschieht, dann ist zu befürchten, dass mit dem Sterben der Insekten die Befruchtung von Nahrungspflanzen ausfällt und dass damit die Basis unserer Ernährung zusammenbricht. Jetzt ist die Politik aufgerufen, endlich gegen diese selbstgemachte und vorhersehbare Katastrophe anzugehen. Aber auch wir können ganz konkret vor Ort dazu beitragen. Zum Beispiel indem wir uns für den Erhalt von Schutzzonen für Flora und Fauna einsetzen. Nicht nur die Insekten werden es uns danken, sondern letzten Endes wir uns selbst.
Hans-Martin Große-Oetringhaus

Die Hülsen sollen der Namensgeber des Ortes Hüls sein. Sie gehören zu den Stechhülsengewächsen und sind auch als Ilex, Stechpalme, Winterbeere, Christdorn oder auch Schradler bekannt.
In dem Gartengelände soll eine sehr alte Hülse stehen, so schrieb Hr. Apts in einem Leserbrief an die Hülser Mitteilungen. Also sind wir auf die Suche gegangen und haben diese prächtige Hülse gefunden. Sie ist prächtig gewachsen und ausgesprochen sehenswert. Die Hülse mit einem Zwillingsstamm ist ca. 12 Meter hoch und kräftig gewachsen. Auffällig ist, dass die Blattränder sowohl glatt als auch spitz und zackig sind. Die Blätter sind fleischig und kräftig grün.
Die roten Beeren haben einen Durchmesser von 5-10 mm.

Diese Besonderheit muss wie viele andere Kulturpflanzen in dem Gartengelände erhalten werden!
 

Wir wollen auch noch weitere Raritäten aus dem Gartenland vorstellen.
Wenn Sie Hinweise auf interessante Beispiele aus Flora und Fauna haben, so bitten wir um Ihre Mitteilung (Geschichte und Bilder).

In den Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017, Nr. 38, sind die Stellungnahmen der Parteien nachzulesen.
Wir geben hier einen kurzen Überblick zu den jeweiligen Positionen, soweit diese uns bekannt sind.

 

CDU   Die CDU bezieht klar Stellung gegen BP 550 und ist klar gegen jegliche Bebauung in dem Gebiet.
          "Die güne Fläche rund um die Fette Henn ist in direkter Ortsnähe einzigartig und verbindert das
          Stadt- und Landleben miteinander".

 

Bündnis '90/Die Grünen      Mit dem jüngsten Schritt entfernt sich die Partei von den Bebauungsplänen
          wie es der BP 550 vorsieht. Die ökologische Bewertung des Gebietes ist die Grundlage für diese
          Entscheidung.Es bleibt jedoch noch der bekundete Wille auf dem ehemaligen Gärtnereigelände
          Mehrfamilienhäuser zu bauen.

 

FDP    Die Partei hat (immer) betont die Gutachten als Entscheidungsgrundlage abwarten zu wollen.
          Der Vorstoß von B'90/Die Grünen wird als wahltaktische Entscheidung eingestuft.

 

SPD   Die Partei hält weiter an dem BP 550 fest. Der Vorstoß von B'90/Die Grünen wird als Wahltaktik
          bezeichnet. Es wird weiter verbreitet, in diesem Gelände für junge Familien ökologisch bauen zu
          wollen. Die Rechte der bau- oder verwertwilligen Eigentümer werden als Argument genannt.

 

Parteilose Bezirksvertreter     Hier gibt es ein eindeutiges "Nein" zu jeglicher Bebauung.
          (kein Statement in den Hülser Mitteilungen)

 

Die Partei    Im Rahmen einer Gartenbesichtigung hat sich Herr Jansen (Mitglied des Planungsausschusses
          der Stadt Krefeld) gegen jegliche Bebauung im Rahmen des BP 550 ausgesprochen.

Die vollständigen Statements einzelner Parteien können Sie hier nachlesen. Quelle Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017/38

 


 

Hülser Mitteilungen vom 22.09.2017 /38: Stellungnahmen der Parteien zum BP 550, bzw. zum Positionswechsel von B'90/Die Grünen
HüMi_vom 22_09_2017_Stellungnahmen_BP_55[...]
PDF-Dokument [851.3 KB]

22.09.2017    Wir haben als Vorstand auf die Stellungnahme von Bündnis 90/Die Grünen geantwortet. Wir sind der Meinung, dass mit diesem Schritt die Grundlage für einen konstruktiven Dialog gegeben ist. Den wollen wir nutzen, um unsere Ziele als Ganzes vermitteln zu können. Wir setzen auf Dialog und wollen die Menschen von unserem Anliegen überzeugen.
 

PB 550 - Willkommen im Kreis der Gartenretter
Brief_22_09_2017_Willkommen_als_Gartenre[...]
PDF-Dokument [559.5 KB]

Anbei die Pressemitteilung der Grünen/Bündnis 90 vom 18.09.2017.

Möglicherweise haben Sie diese Information schon aus der Presse erhalten. Dort ist sie teilweise kommentiert wiedergegeben. Da wir überparteilich sind sollten Sie den Orginaltext kennen.
Was das für den BP 550 bedeutet müssen wir abwarten. Wir freuen uns allerdings, dass sich Teile der verantwortlichen Politiker mit unseren Argumenten auseinander gesetzt haben.
Derzeit ist sind unsere Politiker im Wahlkampfmodus. Weitere Informationen und Positionen anderer Parteien sind sicher erst nach der Wahl zu erwarten.

Das Bauleitverfahren wird damit nicht außen Kraft gesetzt.
Sie sollten Einsprüche, die Ihnen noch auf dem Herzen liegen, bis zum 30.09.2017 bei dem Bauamt einreichen.

Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

Pressemitteilung
Montag, 18.9.2017 – 075/17

 

Grüne werden der Bebauung im

B-Planverfahren 550 „Fette Henn“ in Hüls nicht zustimmen

 

 

Ihre bisherige Haltung zum Bebauungsplan 550 Fette Henn/Hinter der Papenburg haben die Grünen revidiert.


„Unabhängig vom Ergebnis des laufenden Planverfahrens kommt für uns eine Bebauung, wie sie im B-Plan 550 aufgezeigt ist, aus ökologischen Gründen nicht in Frage“,  gibt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Heidi Matthias, bekannt.
 

Bereits im Vorfeld zu der geplanten Innenentwicklung habe es in den eigenen Reihen viele Bedenken und kontroverse Diskussionen gegeben. Jüngste Gespräche mit Fachleuten und Umweltverbänden hätten diese Bedenken und Sorgen weiter verstärkt, so dass die Grünen in ihrer gestrigen Fraktionssitzung die Reißleine zogen und einen einstimmigen Beschluss zur Ablehnung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Bebauungsvarianten fassten.

„Inzwischen ist uns von Umweltfachleuten glaubhaft vermittelt worden, dass eine Bebauung – nach welchen ökologischen Gesichtspunkten sie auch immer erfolgen würde – eine unwiederbringliche Naturzerstörung zur Folge hätte“, so die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Anja Cäsar. „Das können wir unmöglich mittragen.“

Selbst wenn der innen liegende Graben im besagten Gebiet „Fette Henn“ von einer Bebauung ausgenommen würde, so würde doch wertvollster organischer Boden versiegelt und damit auch der Lebensraum für die Pflanzen und Tiere zerstört, die sich dort angesiedelt hätten.
 

Auch die grünen Bezirksvertreter in Hüls, allen voran Günter Föller sind angesichts der neuerlichen Erkenntnisse besorgt und schließen sich der neuen Beurteilung an. „Die Idee, eine Ökosiedlung innerhalb Hüls für alle Generationen entstehen zu lassen, hat nicht zuletzt bei uns die Hoffnung genährt, eine Wohnbebauung auf landwirtschaftlicher Fläche in Hüls Süd/West könne dadurch verhindert werden“, erklärt Günter Föller. „Doch mittlerweile haben wir erkannt, dass der Preis dafür zu hoch ist und CDU, SPD und FDP sich offenbar einig sind, das Baugebiet Hüls Süd West in jedem Fall anzugehen.“ 

 
Nach Ansicht von Ökologen habe das ca. 33.000 qm große von Niedertorfmoor geprägte Gartengelände zwischen Kretenbäskesweg/Klever Str./ Fette Henn ähnliche biologische Qualitäten wie das „Hummelwiese“ genannte Terrain im Inrath, das vor mehr als 12 Jahren gegen den Protest der Grünen zum Wohngebiet entwickelt wurde.

 

Als einzig mögliche Variante an der Fetten Henn komme für sie eine flächensparende Mehrfamilienhausbebauung auf dem Teil der ehemaligen Gärtnerei in Betracht, sofern die Untere Landschaftsbehörde dies im Hinblick auf den Artenschutz der dort vorhandenen Flora und Fauna als unbedenklich einstufe.

 

Die grüne Ratsfraktion plant, am 16. Oktober eine öffentliche Fraktionssitzung zu dem Thema in Hüls abzuhalten.

 

"Frühzeitige Bürgerbeteiligung BP 550" in der Ökumenischen Begegnungsstätte am 12.09.20717

 

Wie bedanken uns bei allen Besuchern der Veranstaltung für die reichen Wortmeldungen. Sie haben alle wichtigen Themen angesprochen und durch Ihre Wortmeldungen deutlich gemacht, dass eine Bebauung gemäß BP 550 V1/V2 nicht akzeptiert wird. Das wurde auch von der Presse so wahrgenommen (siehe Pressemeldungen der WZ, RP und den Hülser Mitteilungen).

Wenn Sie verhindert waren und an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten oder aus Ihrer Sicht noch nicht alles gesagt wurde, dann können Sie bis zum 30.09.2017 immer noch Ihre Bedenken äußern.


Die Anschrift für schriftliche Stellungnahmen lautet:

Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10

47829 Krefeld (Uerdingen)

Sie können diese Stellungnahmen auch persönlich unter o.g. Adresse im Zimmer 321 (3.Etage) einreichen.

 

Jetzt werden von den Fachbereichen die angeforderten Gutachten erstellt und Ihre Einsprüche und Anregungen verarbeitet. Das wird laut dem Fachbereich Stadtplanung ca. 1 Jahr dauern. Auf dieser Basis wird dann eine Bauplanung erstellt oder die Gutachten bestätigen unsere Ansicht und es wird empfohlen des Verfahren einzustellen.

 

Wie auch immer, wir werden weiterhin für unsere Position werben und kämpfen um eine Bebauung abzuwenden.
Wenn Sie Ihre Position deutlich machen wollen, bieten wir Schilder an, mit der Beschriftung BP 550, rot durchgestrichen. Beispiele können Sie den Bildern entnehmen.
Mögliche Größen sind von DIN A4 bis 1400x400 mm möglich, auch eine individuelle Gestaltung
(siehe unten).
Anfragen an 02151 736448.

 

 

Schild 1500 x 500 mm, freie Gestaltung des Hintergrundes. BP 550 mit Schablone aufgespritzt. Schablone vorhanden!

Schilder auf Folie gedruckt, wasserfest vom A4 Format aufwärts bis 570x430 mm (oberes Bild auf dem Foto)

Schild 1400 x 400 mm auf Hartpappe gespritzt, kann aber auch auf alle andere Materialien mittels Schablone aufgebracht werden
(unteres Schild auf dem Foto).

Eine Variante des Protestes gegen den BP 550 zur "Dekoration" im Außenbereich.

Vielen Dank an den Aufsteller!

Impressionen eines herrlichen Sonnentages in der einzigartigen Gartenlandschaft am
"Tag der offenen Gärten"

 

Hüls lieben lernen

Ein neues Buch macht deutlich, wie liebenswert Hüls ist

 

Unser Verein setzt sich für ein lebenswertes Hüls ein … damit es liebenswert bleibt. Die Liebe zum Heimatort thematisiert auch das jüngste Buch vom Hülser Autor Hans-Martin Große-Oetrtinghaus. In ihm beschreibt er, wie er sich seine neue Heimat vertraut gemacht hat, wie daraus so etwas wie Heimatliebe entstehen konnte. Es erzählt unterhaltsam, informativ und spannend in Geschichten, Episoden, Erinnerungen, Reflexionen und Essays, auf was er im Hülser Alltag gestoßen ist, wie er seine Heimat erlebt, auf welche Überlieferungen aus vergangenen Tagen und auf welche Erfahrungen der historienreichen Hülser Geschichte er gestoßen ist und wie er gerade auch die Natur um den Ort und das Bruch lieben gelernt hat.

Damit möchte er nicht nur zeigen, was ihn an diesem Ort besonders fasziniert. Vielmehr möchte er auch alteingesessenen Hülserinnen und Hülsern neue Blickwinkel eröffnen, unter denen sie ihren Ort einmal anders erleben können. Hinzugezogenen möchte er helfen, hier heimisch zu werden. Und allen möchte er zeigen, wie einfach es ist, sich Hüls vertraut zu machen und zu lieben.

So nimmt die Taube Trina die Leserinnen und Leser auf eine ihrer täglichen Rundflüge durch den Ort mit. Oder sie können zwei ältere Herren begleiten, die ebenfalls ihre festgelegte Runde drehen und dabei nicht nur ihre persönlichen Gebrechen, sondern auch die geographische Lage von Hüls konkret erfahren. Denn ihre Heimat zeigt klare Kante.

 

Wer von Süden aus nach Hüls kommt, wird von einer bemerkenswerten Skulptur begrüßt, die die unterschiedlichsten Assoziationen ermöglicht und viel Phantasie freisetzen kann. Und wer am frühen Morgen auf den Straßen von Hüls unterwegs ist, kann jenen hilfsbereiten Menschen begegnen, die Schüler über die Straßen lotsen und vielleicht auch einen Jungen, der Tiere über alles liebt. Etwas Besonderes in Hüls ist auch das Blaue Haus. Vielleicht kann Michel neugierig auf das machen, was es in ihm zu sehen, zu hören und zu erleben gibt. Und natürlich kann der Leser im Geiste mit Breetlook-Stangen karnevalistisch durch die Luft wedeln.

 

Hüls hat eine lange Geschichte. Über sie erfährt man in alten Berichten oder kann noch heute Stellen im Ort entdecken, die sie lebendig werden lassen. Das wollen eine Reihe von Geschichten deutlich machen. Zum Beispiel jene, die von dem letzten Herrn auf der Burg Hüls berichten und von den Widertäufern, die hier für kurze Zeit eine aufregende Rolle spielten. Ein vermuteter Geheimgang lässt die Phantasie Purzelbäume schlagen. Und immer wieder berichten die Geschichten von der harten Arbeit der Menschen, nicht zuletzt der Kinder, sei es in den Werkstätten der Samtweber oder bei den Ziegelbrennern. Nicht weniger erschütternd sind die Erfahrungen mit Kriegen und deren Tätern und Opfern, an die verschiedene Denkmäler im Ort erinnern. Solche Steine wollen mahnen oder die Erinnerung wach halten, so auch jene, die einst auf jüdischen Gräbern standen wie zum Beispiel Sarah Samuels Stein. Hier wird die Geschichte des jüngst wiederentdeckten und vom Verein in die Diskussion gebrachten ersten Hülser jüdischen Friedhofs erzählt.

 

Was wäre Hüls ohne das Bruch mit seinen feuchten Wiesen, Wäldern und Hecken? Besonders markant und landschaftsprägend sind die Weiden. Eine von ihnen, die Dull, hat es zu trauriger Berühmtheit gebracht. Im Bruch kommt aber nicht nur der Naturfreund auf seine Kosten. Hier treffen sich in der Wood Art Gallery Natur und Kunst in einem Kunstmuseum auf Zeit.

 

Im Schatten von St. Cyriakus und der Christuskirche können christliche Verantwortung, Menschlichkeit und Mitgefühl erfahrbar werden, nicht nur in der Weihnachtszeit. Auch das machen die Texte einfühlsam deutlich.

 

Zwei Texte tangieren in besonderer Weise das Engagement des Vereins. Da endet die Geschichte von Sarah Samuels Stein mit der Hoffnung, dass er bald wieder an seinen angestammten Platz auf dem ersten jüdischen Friedhof zurückfindet. Und auch die Geschichte um das Kamatendorf  mündet in dem Wunsch, dass das geheimnisvolle Schilfgelände am Kretenbäskesweg und die anschließenden Gärten erhalten bleiben und ihre Faszination  nicht verlieren.

 

In fünf Teilen und mit über zwanzig Farbfotos des Autors bildet das Buch ein buntes Kaleidoskop von einem Ort, der besonders lebens- und liebenswert ist.

 

Hans-Martin Große-Oetringhaus:

Hüls lieben lernen  IATROS-Verlag, Sonnefeld 2017   - 180 S., 23 Farbfotos,   ISBN: 978-3-86963-650-4

Die "Frühzeitige Bürgerbeteiligung" für das Bauvorhaben BP550 findet am Dienstag, den 12.09.2017 in der Ökumenischen Begegnungsstätte, Leuther Str. 19, durch sachkundige Mitarbeiter des Fachbereiches Planung statt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr.

Alle Naturfreunde die unsere einzigartige Gartenlandschaft schützen wollen, sollten dies zum Ausdruck bringen.
Die Anlieger des Planungsgebietes sollten Ihre Bedenken vortragen.

PB 550 nicht mit uns!
Dieses Plakat können Sie im A4 Format downloaden (XBP550X)!
 


 

XBP550X
BP550X.pdf
PDF-Dokument [55.0 KB]
BP550 V1
b-plan_550_variante1.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]
BP550 V2
b-plan_550_variante2.pdf
PDF-Dokument [808.1 KB]

Ein neuer Flyer steht zur Verfügung!
Er wird mit den Hülser Mitteilungen am 18.08.2017 verteilt. Weitere Exemplare, z.B. zur Auslage, können unter 02151-736448 bestellt werden.

Er kann auch als Aufnahmeantrag für die Mitgliedschaft in unserem Verein genutzt werden.

Seit dem 12.08.2017 haben wir ein Werbeplakat im Schaufenster der
Fa. Nosthoff-Sanitätshaus installiert. Besten Dank an Sven Nosthoff für die Werbemöglichkeit an diesem zentralen Ort.
Wir danken dem  Fotogafen Axel Jusseit, der Zeichnerin Lena Drinda und
allen Mitgliedern, die mit Ihren Statements unser Anliegen der Öffentlichkeit näher bringen.
Insbesondere aber danken wir Michael Müller der uns den Druck in dieser Qualität ermöglicht hat.

Das Plakat ist bis zum 28.08.2017 zu sehen und wird danach für unsere Infostände auf dem Marktplatz eingesetzt.

23. Mai 2017 Bezirksversammlung

Auf der letzten Bezirksversammlung wurden erste Pläne für die Bebauung vorgestellt und durch die Befürworter eine vorzeitige Bürgerbeteiligung empfohlen. Kommentare der Antragsteller: Die vorgelegten Entwürfe würden den Charakter des Gebietes erhalten und würden den ökologischen Anforderungen gerecht. Weiterhin führte der Bezirksvorsteher aus, dass die Nummer (BP550) für den Bebauungsplan aus den siebziger Jahren stammt, um daraus abzuleiten, dass es nun Zeit wird, endlich zu handeln. Ferner gab es ein klares Statement des Bezirksvorstehers: "Jeder kann, keiner muss bauen." Und er ergänzte, dass Grundstücke Bauunwilliger aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden.  (Anmerk.: siehe auch RP vom 25.05.2017)

 

Kommentar von Walter Schäfer:

PB 550 - Die "schönen" Pläne zeigen nicht, was dafür unwiederbringlich zerstört werden soll!


Unsere Meinung hierzu ist klar: Würden wir über eine Innenstadt-Verdichtung reden, d.h. über das Schließen von Baulücken im erschlossenen Innenstadtbereich als Ersatz von Industriebrachen oder nicht sanierbarer Altbausubstanz, dann wäre das sicherlich eine Diskussion wert. Wir reden allerdings bei der "Grünen Lunge"  über einen nicht erschlossen Bereich, über ein Gebiet, das im Flächen-nutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohngebiet ausgewiesen ist, aber noch komplett erschlossen werden müsste. Es ist auch kein Bauland , wie gerne kolportiert wird.
Zudem wird allein der "Politische Wille" aus einem Niedermoortorf-Gebiet keinen brauchbaren Baugrund machen. Nicht ohne Grund wird eine Bebauung seit den siebziger Jahren nicht aktiv betrieben! Wer die Bebauung angeht, der ignoriert klare Fakten bezüglich des Baugrundes und riskiert Schäden an der vorhandenen Bausubstanz in den angrenzenden Strassen.
Denn die Baumaßnahmen werden unweigerlich zu Veränderungen des sensiblen hydrogeologischen Systems führen. Wenn man ein ökologisch wertvolles und intaktes Gebiet "platt" macht um dort Häuser, Straßen und Kanalisation zu bauen, dann haben die Befürworter der Bebauung wohl eine besondere Auffassung von Ökologie.
Das jetzt schon,
bevor überhaupt Gutachten hierzu vorliegen, sinngemäß geäußert wird, die Entwürfe entsprächen den ökologischen Anforderungen, ist kaum zu verstehen.

  • Die Grüne Lunge ist ein einmaliges ökologisch wertvolles Natur(schutz)gebiet!
  • Die Grüne Lunge ist Gartenland, Erholungsgebiet und Wildfläche als Rückzugsgebiet für viele Tierarten!
  • Die Grüne Lunge überdeckt ein sensibles hydrogeologische System mit Torfschichten und Biotop!
  • Die Grünen Lunge dient als Puffer bei urbanen Sturzfluten.
  • Die Grüne Lunge ist kein Bauland, sondern ein nicht erschlossenes Gebiet, das im Flächennutzungsplan der Stadt Krefeld als Wohnbaufläche ausgewiesen ist.

Die Bebauung der Grünen Lunge bedeutet:

  • Unwiederbringliche Zerstörung eines wertvollen Naturparks!
  • Veränderung des geologischen System mit dem Risiko von Senkungen!
  • Erhöhung des Grundwasserspiegels durch den Flächendruck der Neubauten!
  • Schäden an vorhandener Bausubstanz durch Senkungen und steigendes Grundwasser!

Die Zörstörung dieses Naturparks wollen wir verhindern!

Der interessierte Leser wird sich nun fragen, was er gegen die Bebauung (BP 550) tun kann.

Wir möchten mit einem Alternativplan die Zerstörung der Grünen Lunge verhindern und in eine Vision eines Hülser Naturparks umwandeln. Ideen hierzu gibt es, und wir werden diese schrittweise auf dieser Seite veröffentlichen! Wir wollen auch mit allen beteiligten Parteien, Vereinen und Organisationen über diese Alternative reden und sind auch auf weitere Anregungungen gespannt. Die Ideen zu Einrichtung von Schul- und Bauerngärten mit einem kleinen Forum als Begegnungsstätte, Lehrpfade und einem Denkmal für den ehemaligen jüdischen Friedhof sind beispielhafte Elemente für die zukünftige Nutzung des Hülser Naturparks. Wir wollen die vorhande Natur belassen bzw. behutsam entwickeln und an den Stellen, die es ermöglichen, durch die genannten Ergänzungen des Naturparks zu einer Einmaligkeit entwickeln.
Sie können uns durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verein unterstützen.
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme über unsere Seite.

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